Kritik an der Kulturmanagerin

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Ulrike Tütemann ist die Kulturmanagerin Oben an der Volme.

Meinerzhagen - Ulrike Tütemann ist Kulturmanagerin „Oben an der Volme“. Was sie am Montag im Ausschuss für Kultur, Denkmalschutz und Denkmalpflege von Rüdiger Kahlke (Bündnis90/Die Grünen) zu hören bekam, war „starker Tobak“.

Kahlkes Fazit, bezogen auf ihre Arbeit, klang so: „Intransparent“. Eigentlich war Tütemann zu der Sitzung im Ratssaal gekommen, um über ihre Arbeit als Kulturmanagerin für die Kommunen Oben an der Volme, also Meinerzhagen, Kierspe, Halver und Schalksmühle, zu berichten. In diesem Zusammenhang wies sie darauf hin, dass sie keinen eigenen „Topf“ mit Fördermitteln habe. Sie helfe allerdings nach Kräften dabei, Fördermittel zu generieren und Know-How einzubringen.

Schon das mochte Kahlke so nicht stehen lassen: Insgesamt knapp 500 000 Euro seien beziehungsweise würden von den Kommunen für ihre Arbeit in sechs Jahren bereitgestellt, rechnete er vor. Das seien allerdings größtenteils nur Haushaltsansätze. Im Jahr 2017 seien tatsächlich nach dem vorläufigen Ergebnis nur 8255,16 Euro aus Meinerzhagen gezahlt worden, teilte Fachbereichsleiter Heinz-Gerd Maikranz dazu mit. Verwendet worden sei das Geld teilweise auch für ihren Honrarvertrag, erläuterte Ulrike Tütemann ergänzend. 

Rüdiger Kahlke legte nach, beispielsweise bezüglich des Buches, das einmal zu der Aktion „Lieblingsplätze“ herausgebracht werden soll: „Wir reden seit drei Jahre über dieses Projekt – und nichts passiert.“ In diesem Punkt konnte Tütemann allerdings mitteilen, dass man so weit sei, dass das Buch Anfang Dezember, also zum Vorweihnachtsgeschäft, erscheinen werde. Die erste Foto-Ausstellung finde im Juni 2019 in der Villa Wippermann in Halver statt. Vorschläge für weitere Ausstellungsorte – auch in Meinerzhagen – seien zudem willkommen, sagte sie. 

Was den Grünen-Politiker ebenfalls ärgert, beschrieb er so: „Wie sehen die Förderkriterien zu einzelnen Projekten aus? Und was wird wann und in welchem Umfang gefördert? Wer ist denn überhaupt antragsberechtigt?“. Außerdem forderte Kahlke, die Besetzung des Gremiums, in dem Entscheidungen getroffen werden und in dem neben Tütemann je ein Vertreter aus den vier Kommunen Oben an der Volme sitzt, von politischer Seite zu regeln. „Kultur gehört nicht in staatliche Hand“, findet er.

Ganz konkret wurde der Grünen-Politiker in einem weiteren Punkt: Der Antrag für ein Projekt des KuK-Vereines, bezogen auf einen Workshop für Kulturvereine im oberen Volmetal, sei gänzlich ohne Resonanz geblieben. Sowohl Martin Witscher von der Stadt Meinerzhagen als auch Ulrike Tütemann, beide Mitglieder des entscheidenden Gremiums, konnten sich an einen solchen KuK-Antrag nicht erinnern. Selbst in Gesprächen mit KuK sei davon nie die Rede gewesen, resümierte Witscher. Wie auch immer – Ausschussvorsitzender Matthias Scholand (CDU) bat alle Beteiligten darum, diese „Sache“ so schnell wie möglich zu klären. Und damit solle man keinesfalls warten, bis wieder ein Jahr vergangen sei. Stattdessen könne man das Thema in einer der kommenden Ratssitzungen diskutieren, schlug er vor.

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