KuK meldet Wünsche an

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Etwa 100 Plätze für Besucher kutureller Veranstaltungen in der Villa im Park – das wünscht sich der KuK-Verein.

Meinerzhagen - Rolf Hantschel, Ratsmitglied und Meinerzhagener „Pirat“, formulierte es bei der letzten Sitzung des Stadtparlamentes drastisch: „Es geht nicht darum, mit der Villa im Park einen elitären Treff für den KuK-Verein zu schaffen.“

Von Jürgen Beil

Anlass für diese Aussage mag auch der Wunsch sein, den der Vorsitzende des Vereines zur Förderung von Kommunikation und Kultur in Kierspe und Meinerzhagen (KuK), Fritz Schmid, im Gespräch mit der MZ so formulierte: „Für unsere Zwecke wäre es schön, wenn dort etwa 80 bis 100 Plätze für kulturelle Veranstaltungen zur Verfügung stehen würden.“ Den Vorwurf, dass KuK „elitär“ sei, weist Schmid allerdings kurz aber vehement zurück: „Das ist Unsinn.“

Ob 100 PLätze aber realisiert werden können, das ist noch völlig offen, schließlich befindet man sich erst am Anfang der Planungen zum Umbau des Hauses in ein sozio-kulturelles Zentrum der Städte Meinerzhagen, Kierspe, Halver und Schalksmühle. Schmid ist in diesem Zusammenhang aber dankbar dafür, dass KuK eng in die Planungen eingebunden war und ist. „Es wird viel mit uns gesprochen, wir fühlen uns einbezogen.“ Was allerdings in Sachen Raumplanung konzeptionell – besonders unter den Gesichtspunkten der Denkmalpflege und der Statik – möglich sei, das könne man bei KuK noch gar nicht ermessen, erläuterte er. Dass 100 Plätze für Besucher der Veranstaltungen für KuK allerdings absolut wünschenswert wären, daraus macht Schmid keinen Hehl: „Das ist oft auch ein Rechenexempel. Kostet die Verpflichtung eines Künstlers beispielsweise 1000 Euro, kann sich jeder ausmalen, was eine räumlich Beschränkung für uns bedeuten würde.“

Schmid wirft in diesem Zusammenhang auch einen Blick auf das bestehende Raumangebot, das zurzeit vom KuK-Verein genutzt wird: „Wir vermissen gerade im Zentrum von Meinerzhagen einen gescheiten Raum. Das Stadthallen-Foyer ist ein langer Schlauch mit wenig Atmosphäre. Der Ratssaal, den wir beispielsweise für Lesungen nehmen dürfen und der sich dafür gut eignet, steht nur beschränkt zur Verfügung.“ Was bleibt, sind Haus Nordhelle und der große Ratssaal, der bei „Events“ mit mehreren Hundert Besuchern „ins Spiel kommt“. „Und natürlich die Brennerei in Rönsahl. Ein Ort mit einer tollen Atmosphäre, der sich besonders gut für Jazz-Konzerte eignet“, freut sich Schmid. „Zentral fehlt allerdings ein geeigneter Veranstaltungsraum mit einer Kapazität von etwa 100 Gästen“, verdeutlicht der KuK-Vorsitzende, der jetzt hofft, dass die Villa im Sinne des heimischen Kulturvereines umgebaut werden kann.

30 Veranstaltungen im Jahr sollen in dem „Kleinod“ im Stadtpark künftig stattfinden. Dass die allein von KuK auf die Beine gestellt werden können, hält Fritz Schmid allerdings für Utopie: „Etwa zehn Veranstaltungen, das bekommen wir wohl hin.“ Weil die Immobilie aber als gemeinsames Kulturzentrum für die Kommunen „Oben an der Volme“ und damit für viele andere „Kulturschaffende“ zur Verfügung stehen soll, könnten noch andere Veranstalter Interesse bekunden. Im derzeitigen Planungsstadium gibt es allerdings noch keine konkreten Überlegungen.

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