Künstlertrio stellt im Rathaus aus

+
Rund 20 Besucher nahmen am Freitagnachmittag an der Vernissage im Rathaus teil. ▪

MEINERZHAGEN ▪ Wer dieser Tage das Bürgerbüro besucht, hat die Chance, auf einem Rundgang durch das Rathaus die Schaffensfreude drei verschiedener Künstler zu bewundern.

Zur Ausstellungseröffnung des kreativen Trios begrüßte Matthias Scholand, Vorsitzender des Kulturausschusses, am Freitagabend rund 20 Kunstinteressierte im Rathaus. In einer kurzen Ansprache ging er der Frage nach, was dazu führt, dass aus Farbe ein Kunstwerk wird. „Wenn sie etwas Unsichtbares sichtbar macht und uns zum Nachdenken anregt,“ lautete ein Kriterium, das Scholand anführte. Zwei Dinge haben die drei Kunstschaffenden gemeinsam: Sie haben ihr kreatives Handwerk sozusagen „von der Pike auf“ im Rahmen eines künstlerischen Studiums oder einer Ausbildung gelernt und sie leben in Nümbrecht.

Im Bereich des Ratssaals schmücken die Ölbilder von Regine Fritsch die Wände. Sie zeigt in der Ausstellung ausdrucksvolle Stillleben, aber auch sozialkritische Bilder, wie etwa eine tumultartige Szene auf dem Börsenparkett. „Hier dominiert Gelb das Bild, es ist die Farbe des Neids,“ erklärte die Künstlerin. Die 72-Jährige arbeitete bis 1983 als Kunsterzieherin an verschiedenen Schulen in Marienheide. Im Anschluss daran belegte sie einen Kurs in Ikonenmalerei an der Kunstakademie Münster und wurde von dem Nümbrechter Künstler Wolfgang Dietzel in Aktzeichnen und Ölmalerei unterrichtet.

Im Gang, der vom Ratssaal aus zu den Büros führt, erwarten den Besucher die leuchtend farbigen Werke von Robert Pfitzner. Der promovierte Mediziner und Orthopäde bildete sich ab 1990 künstlerisch weiter. Er belegte ebenfalls Kurse bei Wolfgang Dietzel und besuchte Seminare an der Akademie Reichenhall. Als Schwerpunkt wählte er die gegenstandslose Malerei, die er meist in Acrylfarbe umsetzt.

Die Werke seiner Frau Erika Pfitzner schmücken die Wände in der unteren Etage, im Flur neben dem Bürgerbüro. Ihre Aquarelle zeigen abstrahierte Landschaften und figürliche Darstellungen, die ebenso frei gestaltet sind und Personen eher schemenhaft abbilden. Die Acrylbilder der ehemaligen Kunstlehrerin zeigen abstrakte Farbkompositionen. Erika Pfitzner studierte bis 1965 Mode und Design an der Werkkunstschule in Hannover und absolvierte später außerdem ein pädagogisches Studium. Bis 1984 unterrichtete sie Kunst und Textiles Gestalten an der Hauptschule in Nümbrecht. Zwischen 2002 und 2009 war sie künstlerische Leiterin der Jugendkunstschule des Kunstvereins Nümbrecht. Seit 1990 besuchte sie zusammen mit ihrem Mann Seminare an der Kunstakademie Bad Reichenhall.

Die Ausstellung ist noch bis Freitag, 19. November, montags bis freitags von 7.30 bis 13 Uhr, sowie montags von 14 bis 16.30 Uhr und donnerstags zwischen 14 und 17.30 Uhr im Rathaus zu sehen. ▪ ps

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare