Werke von Antonio Máro und Rafael Ramirez-Máro

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Vor der offiziellen Eröffnung konnten sich die Besucherinnen und Besucher mit dem Werk der beiden Künstler vertraut machen. ▪

MEINERZHAGEN ▪ „Seine Werke sind geprägt von der Begegnung der Abstraktion mit immer wieder auftauchenden figurativen Elementen“, beschrieb Matthias Scholand, Vorsitzender des Kulturausschusses der Stadt Meinerzhagen, den Künstler Antonio Máro, dessen Bilder gemeinsam mit den Arbeiten seines Sohnes Rafael Ramirez-Máro jetzt in der Stadthalle zu sehen sind. Zur Ausstellungseröffnung am Sonntagabend kamen zahlreiche Besucher aus nah und fern, darunter auch viele Familienmitglieder, in die Stadthalle.

Neben der Kunst von Antonio Máro und Rafael Ramirez-Máro lernten die Besucherinnen und Besucher auch die dritte Generation der Familie kennen. Die Enkelin des Malers, Alexa-Janina Ramirez (Gesang und Cello), gestaltete gemeinsam mit ihrem Freund Victor Hernandez Stumpfhauser (Klavier) ein beeindruckendes kleines Konzert.

Bevor die Ausstellung offiziell eröffnet wurde, hatten die Besucher Gelegenheit, sich mit den Werke der Künstler auseinander zu setzen und die Bilder auf sich wirken zu lassen. Matthias Scholand führte dann die interessierten Gäste in seiner Ansprache ein in die großartige Kunst von Antonio Máro, der thematisch ein Wanderer zwischen den Kulturen Südamerikas und Europas sei. „Seine Farben, Formen und die verwandten Materialien begegnen uns in freiem Spiel und wollen uns berühren. Diese sehr individuelle Handschrift seiner Werke findet sich auch wieder in dem Ölbild ‘Der Rastplatz der Sonne’, einem der größten Ölbilder des 20. Jahrhunderts, das in der Stadthalle hängt.“ Antonio Máro wurde 1928 in Peru geboren und malt seit seiner Kindheit.

Auch sein Sohn Rafael Ramirez Máro, der ebenfalls seit seinem 12. Lebensjahr im Ateliers des Vaters mitarbeitete und so auch sehr früh mit eigenen Arbeiten begonnen hatte, zeigte in der Ausstellung eine imposante Auswahl seiner beeindruckenden Werke.

Rafael Ramirez sei nicht nur in biographischem Sinn ein Weltenbürger, der in unterschiedlichen Ländern gleichermaßen seine Heimat gefunden habe, zitierte Matthias Scholand die Charakterisierung der Kunst von Rafael Ramirez-Máro, wie sie in einem Ausstellungsprospekt beschrieben wurde: Er sei es vor allem auf künstlerischem Gebiet, denn virtuos wechsle er zwischen den unterschiedlichen Epochen der Kunstgeschichte. Zwischen zeitlicher Nähe und einem jahrhundertelangen Abstand bestehe für ihn kein Widerspruch. In seinen Werke erlebe man den Dialog der Geschichte, der Kunstgeschichte, aber auch die Begegnung mit dem einzelnen Menschen. Seine Werke spiegeln die Sedimentschichten des Lebens wider.

In einem Video-Interview, das Hermann Josef Lobner mit dem peruanischen Botschafter in den Niederlanden, Alan Wagner Tizón, führte, sprach dieser von der Wertschätzung, die Peru dem Künstler entgegenbringe. Mit seiner Kunst präsentiere Antonio Máro Peru auf eine ganz besondere Weise. Auch verbinde ihn mit der Familie Máro eine 25-jährige Freundschaft. Jede Ausstellung Antonio Máros und seines Sohnes habe zur Wertschätzung des kulturellen Erbes des Landes beigetragen. Beide seien der große Stolz Perus, sagte der Botschafter im Gespräch mit Lobner.

Anschließend kamen die Besucher in den Genuss eines ganz besonders beeindruckenden Konzerts. Kubanische Musik mit Klavier und Cello zu spielen, sei eigentlich nicht üblich, erläuterte die reizende Alexa-Janina Ramirez. Es sei ihr eine große Ehre, für ihren Großvater und Onkel Musik zu machen. Sie seien beiden dafür extra aus Amerika und Mexiko eingeflogen. Gemeinsam spielten und sangen sie folkloristische Lieder aus Südamerika.

Die begeisterten Besucher erlebten eine heitere und locker plaudernd-bezaubernde Alexa-Janina Ramirez mit einer beeindruckenden Stimme, die am Klavier begleitet wurde von dem sympathischen Victor Hernandez Stumpfhauser.

Die Werke der beiden Künstler sind noch bis zum 7. November zu sehen. In der Zeit finden in der Ausstellung mehrere Konzerte statt. Bereits am Sonntag, 28. Oktober, um 17 Uhr, gibt es Kammermusik von Beethoven, Schubert und Ries mit Sheila Arnold (Hammerklavier) und Michael Faust (Böhm-Flöte). ▪ bel

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