Krönung von Prinz Eren und Prinzessin Franziska

Alle wollten sie Prinze werden, doch nur einer schaffte es – Eren Coskunsu. ▪

MEINERZHAGEN ▪ Im Rahmen des „Kinderfestes vorm Schützenfest“ ermittelten die Valberter Schützen am Freitag ihr Kinderprinzenpaar.

Franziska und Eren strahlen übers ganze Gesicht, sie haben es geschafft, sie brachten den Vogel zu Fall. Jetzt dürfen sie am Wochenende als Prinzenpaar in einem eigenen Cabrio im Umzug mitfahren – welch eine Ehre für die beiden kleinen Schützenfestfreunde. Im Rahmen des „Kinderfestes vorm Schützenfest“ ermittelten die Valberter Schützen am Freitag ihr Kinderprinzenpaar.

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Kinderfest vorm Schützenfest

„Wir wollten ein Fest nur für die Kinder“, erklärte Dominik Busch, Vorsitzender der Valberter Schützen. Zwar gebe es das Kinderschützenfest am Samstag, aber abgesehen vom Vogelschießen hätten die Schützen kaum Zeit, sich um ihre kleinen Gäste zu kümmern. So entstand vor vier Jahren die Idee zum „Kinderfest vorm Schützenfest“.

Kinderschützenfest in der Ebbehalle in Meinerzhagen

Kinderschützenfest Ebbehalle Valbert Meinerzhagen

Im Rahmen des „Kinderfestes vorm Schützenfest" ermittelten die Valberter Schützen am Freitag ihr Kinderprinzenpaar. Franziska und Eren strahlen übers ganze Gesicht, sie haben es geschafft, sie brachten den Vogel zu Fall.

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Mit einer Hüpfburg und jeder Menge Spielstationen sorgten die Valberter für Kinderspaß. Ausgelassen wurde getobt. Mit einem Arm noch im Ärmel der Regenjacke rannten viele Kinder bereits schon am Eingang los – ab auf die Hüpfburg. Bis zu 20 Kinder hüpften dort um die Wette. Insgesamt waren mehr als 100 kleine Gäste der Einladung des Schützenvereins in die Ebbehalle gefolgt. Während Mama und Papa beziehungsweise Oma und Opa sich bei Kaffee und Waffeln auf das große Fest am Wochenende einstimmten, flitzten die Kleinen durch die Halle. Überall gab es etwas zu entdecken: Hier einen Luftballonwettbewerb, dort einen Bobbycar-Parcours und vieles mehr. „An diesem Tag wollen wir uns wirklich einfach nur Zeit nehmen für die Kinder. Selbstverständlich gibt es heute auch keinen Alkohol“, erklärte der Vorsitzende.

Ein wenig so wie ein „echter großer Schütze“ fühlten sich die Kinder, als es um die Ermittlung des Kinderprinzenpaares ging. Eine lange Schlange hatte sich vor dem Vogel gebildet. Im Kampf um die Krone zeigten die Kleinen mächtig Ehrgeiz. Zuerst waren die Jungen an der Reihe. Der jüngste Prinzenanwärter war gerade einmal drei Jahre alt. Bereits beim 58. Wurf – die Kinder schossen nicht, sondern warfen mit Tennisbällen auf einen Vogel aus Styropor – war klar, der neue Prinz heißt Eren Coskunsu. Der Achtjährige war ziemlich überrascht. „Was muss ich jetzt machen?“, fragte er etwas verwirrt. „Du musst in einem Auto fahren und Bonbons werfen“, erklärten ihm die Schützen. „Aber ich kann doch gar nicht Autofahren“, kamen erste Zweifel in ihm auf. Aber schnell verstand er: „Prinz sein ist ziemlich cool, aber ganz schön anstrengend, alle wollen mit einem reden.“ Jetzt fehlte ihm noch eine Prinzessin: Mehr als 20 Mädchen traten an. Doch bis der Vogel fiel, dauerte es. Zwar wackelte der Adler mehr und mehr, doch brachte erst der 128. Wurf die Entscheidung. Franziska Berghaus traf und besiegelte somit ihren Prinzessinnentitel. Nach einer kurzen Schockphase kam das Siegerlächeln. Überglücklich fiel sie ihren Freundinnen um den Hals. ▪ lm

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