Krisengipfel in der „Hültekanne“

Die altehrwürdige „Hültekanne“ soll unbedingt weiterbetrieben werden.

VALBERT ▪ Krisengipfel in der altehrwürdigen „Hültekanne“ in Valbert. Weil es wie berichtet nach dem Weihnachtsmarkt in dem Restaurant zu „Randale“ gekommen war und einige Besucher in sinnloser Zerstörungswut Teile der Einrichtung demoliert hatten, war die missliche Situation weiter eskaliert

. Vorwürfe gegen Angehörige heimischer Vereine auf der einen Seite und Klagen über Details wie beispielsweise Öffnungszeiten andererseits machten ein Treffen nötig, das am Dienstagabend stattfand.

Unter den rund zwei Dutzend Anwesenden waren Valberter Vereinsvorstände zugegen sowie Mitglieder des Schützenvereins. Auch Friedrich Schulte als Besitzer der Immobilie und Vertreter der Krombacher Brauerei waren erschienen.

Vorkommnisse nicht nur nach dem Weihnachtsmarkt sondern auch aus der jüngsten Vergangenheit, die Wirtin Ingrid Hellmann und ihren Mitarbeitern das Leben schwer machen und dem Team eine zufriedenstellende Bewirtschaftung des Lokals als aussichtslos erscheinen lassen, standen zur Diskussion. Diese fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Ortsvorsteher Fred Oehm hatte die Moderation bei dem Treffen übernommen und er nahm heute gegenüber der MZ Stellung zum Verlauf der Diskussion: „Eines ist klar. Es ist fünf vor zwölf und es geht tatsächlich um den Fortbestand der Hültekanne, in der seit 507 Jahren Gastronomie angeboten wird.“ Die Gespräche bezeichnete er jedoch als positiv – es gibt also noch Hoffnung, dass die Hültekanne weiter Anlaufpunkt für heimische Vereine bleiben wird. „Wichtig war vor allen Dingen, niemanden an den Pranger zu stellen“, erläutert Oehm. Aber auch ein „weiter so“ dürfe es nicht geben. „Sehr gut fand ich deshalb, dass ein Teilnehmer der Versammlung sich noch während des Treffens bei der Wirtin für sein Fehlverhalten entschuldigt hat“, sieht Oehm durchaus positive Entwicklungen. Oehm weiter: „Jeder muss sich nun Gedanken machen und erkennen, dass die Hültekanne schließt, wenn sich nichts ändert. Doch alle haben guten Willen signalisiert und bekundet, aufeinander zugehen zu wollen.“

Doch damit ist das Kapitel noch nicht geschlossen. „Wir haben während der Besprechung Protokoll geführt. Wenn das in schriftlicher Form vorliegt, werden wir erneut in kleinerem Kreis zusammenkommen und die Situation analysieren“, plant der Ortsvorsteher und appelliert schon jetzt: „Es darf nicht passieren, dass die Hültekanne schließt. Sie muss für die Valberter unbedingt erhalten bleiben.“ Dass das gelingen kann, davon ist Oehm aber nach wie vor überzeugt.

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