Kriminalstatistik

Weniger Straftaten in Meinerzhagen

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Die Zahl der Wohnungseinbrüche ist im Zeitraum  von 2018 auf 2019 angestiegen.

Meinerzhagen – In Meinerzhagen hat die absolute Zahl der Straftaten abgenommen. Das zeigt ein Vergleich der Jahre 2018 (860 Fälle) und 2019 (843), der jetzt von der Kreispolizeibehörde veröffentlicht wurde.

So genannte „Straftaten gegen das Leben“, also Verbrechen mit Todesfolge, gab es weder 2018 noch im vergangenen Jahr. In einzelnen Bereichen gab es 2019 allerdings durchaus mehr Delikte als im vorausgegangenen Jahr. Das trifft beispielsweise auf den Bereich „Diebstahl“ zu. 256 solcher Straftaten wurden 2018 in Meinerzhagen gezählt, im vergangenen Jahr waren es 262. Wohnungseinbrüche, gab es laut Statistik 2018 genau 25. Ein Jahr später waren es 30.

Einen besonders hohen Anstieg verzeichnete die Polizei bei Diebstählen aus Kraftfahrzeugen. Hier stieg die Zahl im Vergleich der beiden zurückliegenden Jahre von sechs auf 29. Und auch Taschendiebe schlugen 2019 an der Volme häufiger zu: 2018 wurden sieben solcher Taten gezählt, 2019 waren es zwölf. Gesunken ist hingegen die Anzahl der gestohlenen Kraftfahrzeuge, von denen 2018 genau neun entwendet wurden, 2019 „nur“ noch sieben.

Auch mit Sexualdelikten musste sich die heimische Polizei in den vergangenen beiden Jahren auseinandersetzen, 2019 insgesamt sechs Mal. 2018 wurden noch zehn solcher Fälle aktenkundig. Nachfolgend die Zahl der absoluten Fälle im Vergleich: Im Bereich Vergewaltigung/schwere sexuelle Nötigung wurde 2018 eine Tat registriert, ebenso wie 2019. Beim sexuellen Missbrauch von Kindern führt die Statistik 2018 in Meinerzhagen zwei Fälle auf, 2019 war es ein Fall. „Verbreitung pornografischer Schriften“ – aus diesem Grund mussten die Beamten 2018 einmal einschreiten, zwei solcher Tatbestände gab es 2019. 

Raub – in dieser Beziehung ist Meinerzhagen deutlich sicherer geworden. Die Gesamtzahl solcher Straftaten sank von 2018 (sieben Fälle) auf zwei im Jahr 2019. Raubüberfälle auf Straßen, Wegen und Plätzen gab es 2019 nicht, 2018 wurden noch zwei Taten registriert. Mit „gefährlicher schwerer Körperverletzung“ musste sich die Polizei im vergangenen Jahr 30 Mal auseinandersetzen. Damit wurden in diesem Bereich vier Straftaten mehr begangen als 2018.

In Sachen „Betrug“ kann die Polizei eine Abnahme vermelden: 107 Taten ereigneten sich 2018, 103 waren es 2019. Und auch die Anzahl der Sachbeschädigungen ging in der größten Stadt an der oberen Volme zurück: 120 dieser Delikte sind für 2018 aufgeführt, 2019 waren es noch 112. Bei den Rauschgift-Vergehen änderte sich die Zahl der Fälle im Vergleich der beiden Vorjahre kaum. 2018 schritt die Polizei deshalb 61 Mal ein, 2019 genau 62 Mal. 

Auch die Sparte „Gewaltkriminalität“ zeigt ein nahezu unverändertes Bild: 34 Fälle wurden 2018 aktenkundig, 33 ein Jahr später. Stark ist der Anstieg in einem anderen Bereich, in dem sich die Fallzahl verdoppelte: „Computerkriminalität“. Hier gab es 2018 exakt vier Fälle, 2019 bereits acht. Straßenkriminalität gibt es auch in Meinerzhagen. Die Polizei verzeichnet hier eine moderate Abnahme. 2018 wurden 196 solcher Vergehen gezählt, 2019 nur noch 188. 

„Straftaten an älteren Menschen durch überörtliche Täter“, so nennt sich im Sprachgebrauch der Polizei eine Masche, die immer mehr um sich greift, auch in Meinerzhagen: 2018 gab es hier zwei Taten, 2019 waren es fünf. Die Beamten selbst werden im Dienst häufig attackiert. Und so führt die Statistik auch Fälle von „Widerstand gegen und tätlichen Angriff auf Vollstreckungsbeamte und gleichstehende Personen“ auf. Die Zahlen für 2018 und 2019 sind hier mit jeweils neun gleich geblieben

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