Nordhelle: Jugendbereich wird völlig neu gestaltet

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Zahlreiche Vertreter der Kirchengemeinden hatten sich am Samstag in der Stadthalle versammelt. ▪

MEINERZHAGEN ▪ „Das Haus Nordhelle beschäftigt uns zur Zeit sehr intensiv, und wir sind immer schon einen Schritt weiter als das, was wir Ihnen vorlegen“, sagte Superintendent Klaus Majoress am Samstag. Im Rahmen der Tagung der Kreissynode des Evangelischen Kirchenkreises Lüdenscheid-Plettenberg in der Stadthalle erläuterte er, nach welchen Plänen die Valberter Einrichtung umgestaltet werden soll.

Am 1. Juli wird das Haus in die Trägerschaft der beiden Kirchenkreise Iserlohn und Lüdenscheid-Plettenberg übergehen. Die Leitung wird ein Vorstand aus beiden Kirchenkreisen übernehmen. Ende Juni soll bereits ein Gesamtkonzept für die Weiterführung der Einrichtung vorliegen, über das im Herbst entschieden wird. Es wird von fünf Arbeitsgruppen erarbeitet und von einer Steuerungsgruppe gebündelt (wir berichteten).

Im April des nächsten Jahres soll mit den Umbau- und Renovierungsarbeiten begonnen werden, die in mehreren Etappen vorgenommen und voraussichtlich Ende 2014 beendet sein werden. Ab 2015 wird die Einrichtung wieder vollständig in Betrieb sein. Dafür ist ein Investitionsvolumen von drei Millionen Euro veranschlagt.

Die beiden Kirchenkreise werden eine Bürgschaft von je 1,2 Millionen übernehmen. Die bisherigen Träger, die Kirchenkreise Siegen und Wittgenstein werden die entstandenen Defizite von 600 000 und 180 000 Euro ausgleichen sowie eine Ausstiegssumme von 600 000 Euro (Siegen bis 2018) und 120 000 Euro zahlen.

Während für den Erwachsenenbereich nur eine umfassende Renovierung vorgesehen ist, soll der Jugendbereich völlig neu gestaltet werden. Je zwei Zimmer werden durch einen Durchbruch zusammengelegt und mit einem abgetrennten Sanitärbereich ausgestattet. Sie können dann als Einzel-, Doppel- oder Mehrbettzimmer genutzt werden.

Weiterhin sind eine kleine Kapelle für etwa 25 Personen und ein Meditationsraum geplant. Der Anfahrtsbereich und Zugang zum Haus soll geöffnet und besser zugänglich gestaltet werden. Auch innerhalb des Gebäudes soll Barrierefreiheit geschaffen werden. Im bisherigen Empfangsbereich wird ein Internetplatz entstehen, die Rezeption wird gegenüber der Eingangstür platziert, wie den Plänen zu entnehmen war. Das Schwimmbad wird auf jeden Fall erhalten. Ob auch eine Sauna eingebaut wird, soll erst zu einem späteren Zeitpunkt entschieden werden. „Zunächst haben die Tagungsräume und die Zimmer Priorität“, betonte der Superintendent. Auch an eine Öffnung des Speiseraums und des Bistros zu einer Terrasse ist angedacht. Die baulichen Veränderungen werden unter der Federführung des Architekten Blöcher, der das Haus bereits erbaute, geplant und vorgenommen.

Keine Pläne gebe es für das benachbarte Haus am Ebbehang, teilte Majoress mit. „Auch dort müsste erst einmal investiert werden, und wir wollen unser Haus Rinkscheid mit 34 Betten nicht noch unterwandern“.

Weitere Themen, die die versammelten Synodalen beschäftigten, waren unter anderem ein Stellungnahmeverfahren zur Änderung von Kirchen- und Taufordnung (Neuregelung des Patenamtes). Diese sieht nun vor, dass mindestens ein Taufpate der evangelischen Kirche angehören muss. Ferner ein Antrag der Kirchengemeinde Oberbrügge auf Lockerung des Umgangs mit dem Verkauf von Immobilien und Grundstücken, sowie die Hauptvorlage „Familien heute“. ▪ luka

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