Unfallzahlen gehen in Meinerzhagen leicht zurück

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Die Zahl der Verkehrsunfälle in Meinerzhagen ist im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2017 leicht gesunken.

Meinerzhagen – Die Zahl der Verkehrsunfälle in Meinerzhagen ist im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2017 leicht gesunken. Das geht aus der Verkehrsunfall-Statistik hervor, welche die Kreispolizeibehörde jetzt auch für den Bereich der Stadt Meinerzhagen vorstellte.

Die heimischen Beamten registrierten 712 Unfälle, im Jahr zuvor waren 717. Das entspricht einem Minus von 0,7 Prozent. Und auch die Zahl der bei Unfällen schwer Verletzten hat abgenommen: Waren es 2017 noch 18 Schwerverletzte, wurden ein Jahr später 13 registriert. Einen Anstieg gibt es allerdings bei den Leichtverletzten zu vermelden: Deren Anzahl stieg von 44 (2017) auf 49 (2018). Gab es im Jahr 2017 keinen Unfall mit tödlichem Ausgang in Meinerzhagen, war das 2018 anders: Ein Mensch starb an den Folgen eines Verkehrsunfalls. Der ereignete sich am 19. August 2018 auf der Landstraße 707 an der Nordhelle. Unfallopfer war ein 43 Jahre alter Motorradfahrer aus den Niederlanden. 

Unfallflucht: Die Quote der Unfallfluchten stieg im vergangenen Jahr in Meinerzhagen deutlich an. In 248 Fällen entfernte sich ein Täter von der Unfallstelle, ohne den Schaden zu regulieren, 25 mehr als 2017. Insgesamt gelang der Polizei eine Steigerung der Aufklärungsquote von 40 auf 43,67 Prozent. Von den 5 Fahrerfluchten, bei denen Verletzte am Unfallort zurückblieben, erwischte die Polizei 60 Prozent der Täter. 2017 waren es noch 62,5 Prozent.

Motorradfahrer: An 21 Verkehrsunfällen waren im vergangenen Jahr Kradfahrer beteiligt. Dabei wurden 13 Motorradfahrer leicht verletzt und sieben so schwer, dass sie stationär ins Krankenhaus mussten. Ein Motorradfahrer starb an seinen Verletzungen. 

Senioren: Die Zahl der Unfälle, an denen Verkehrsteilnehmer ab 65 Jahre beteiligt waren, sank von 46 (2017) auf 41 (2018). Insgesamt wurden 2018 im heimischen Wachbereich 17 Senioren verletzt – 13 von ihnen leicht, vier schwer. In Meinerzhagen gab es fünf Leicht- und drei Schwerverletzte zu beklagen.

Junge Erwachsene: Weniger Unfälle, weniger beteiligte Personen. Das trifft auf die Gruppe der jungen Erwachsenen im Alter zwischen 18 und 24 Jahren zu. 2018 waren im Bereich der Wache Meinerzhagen 68 Personen aus dieser Zielgruppe an insgesamt 61 Unfällen beteiligt. 2017 waren 79 junge Erwachsene in 67 Unfälle verwickelt.

Jugendliche: Im vergangenen Jahr ereigneten sich 14 Verkehrsunfälle (2017: 16) unter Beteiligung von 15 Jugendlichen zwischen 15 und 17 Jahren, von ihnen wurden 5 verletzt, einer davon schwer.

Kinder: Bei 14 Unfällen unter Beteiligung von Kindern im gesamten Wachbereich gab es in Meinerzhagen 2018 ein schwer verletztes Kind zu beklagen. Außerdem verzeichnete die Polizei auch einen Schulwegunfall, bei dem in Meinerzhagen ein Kind leicht verletzt wurde. 2017 waren es noch vier Kinder, die auf dem Schulweg verletzt wurden. 

Der Chef der Polizei im Märkischen Kreis, Michael Kuchenbecker, wies bei der Präsentation der Unfallstatistik erneut auf die wachsende Personalnot auf der Wache hin. Nach und nach gingen immer mehr Kollegen in den Ruhestand, ohne dass ausreichend Ersatz zur Verfügung steht. Gleichzeitig bleibe die „Arbeit auf der Straße elementar wichtig“, so Kuchenbecker. „Vor diesem Hintergrund bin ich superstolz auf die Kollegen.“ Nach den Worten des Leiters der Direktion Verkehr, Thomas Volkmann, steht die „Mission Zero“, also die stete Senkung der Unfallzahlen, auf der Polizei-Agenda ganz oben. Neben dem Fokus auf kreisweit 43 Unfallschwerpunkte stehen die Hauptursachen für Karambolagen längst fest. Demnach gelten Gründe wie zu hohes Tempo, die Ablenkung durch Handys, der Genuss von Alkohol und Drogen oder Fahrfehler beim Abbiegen als Hauptursachen.

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