Glocken der Jesus-Christus-Kirche ausgebaut 

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Die 2,2 Tonnen schwere große Glocke „schwebt“ Richtung Kirchplatz. In der vorher erweiterten Schallöffnung beobachtet Presbyteriums-Vorsitzender Friedrich-Wilhelm Schnöring die Aktion.

Meinerzhagen - Ein wenig Wehmut schwebte mit, als am Mittwoch um 9.30 Uhr die große Glocke der Jesus-Christus-Kirche am Ausleger des Kranwagens aus dem Turm auf den darunter liegenden Kirchplatz befördert wurde.

Im Abstand von etwa zwei Stunden folgten die mittlere und die kleine Glocke. Sie bringen 1,5 beziehungsweise 1,4 Tonnen auf die Waage. Seit Mittag ist das evangelische Gotteshaus im Stadtzentrum damit ohne Geläut. Doch dieser Zustand wird nicht lange anhalten, denn bereits in der kommenden Woche sollen die vier neuen Glocken angeliefert werden, die ihre maroden und im Jahr 1920 eingeweihten drei Vorgänger mehr als ersetzen. 

Viele Wochen wurde die Aktion vorbereitet. Zunächst wurde der stählerne Glockenstuhl abgebaut. Dann errichteten Zimmerleute der Firma Risse aus Meschede ein stabiles Fundament im Turm. Nach dem Abhängen wurde die große gusseiserne Glocke darauf abgelegt, bevor es in die Tiefe ging. Bewegt wurde das 2,2 Tonnen schwere „Objekt“ mit Hilfe eines Kranwagens der Firma Dornseiff. 

Die beiden kleineren Glocken fanden zunächst ihren Platz an einem stabilen Balken im „Turmhelm“. Dort nahm der Kran sie an den Haken und setzte sie ebenfalls auf dem Kirchplatz ab. Die Millimeterarbeit klappte reibungslos, auch dafür hatten Arbeiter zuvor gesorgt. Sie hatten eine Schallöffnung oben im Turm von Hand so erweitert, dass die Glocken durch die Öffnung passten.

Der Einbau der neuen Glocken wird einhergehen mit dem Bau des neuen Glockenstuhls, der diesmal aus sieben bis zehn Jahre lang abgelagertem Eichenholz bestehen wird. Noch vor dem Ersten Advent soll das neue Geläut dann in einem Willkommens-Gottesdienst eingeweiht werden. 

Und was passiert nun mit dem alten Geläut, das fast ein Jahrhundert in Meinerzhagen erklang? „Die große Glocke wird auf dem Kirchplatz bleiben, wo sie einen angemessenen Platz findet. In welcher Form das passiert, steht noch nicht fest“, erläuterte Presbyteriums-Vorsitzender Friedrich-Wilhelm Schnöring. Und auch der Verwendungszweck der beiden kleineren Exemplare wurde bereits festgelegt. Schnöring: „Eine Glocke wird dem Wilhelm-Langemann-Haus an der Mühlenbergstraße zur Verfügung gestellt und dort im Außenbereich platziert. Die andere kommt zum Evangelischen Gymnasium.“

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