Manipulierte Auspuffanlagen

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Diese Auspuffanlage wurde von der Polizei sichergestellt. Sie sei offenkundig manipuliert.

Meinerzhagen/Kierspe - Für den normalen Motorradfahrer kein Problem, für den Bastler und Manipulierer eine Horrorvorstellung: Zweiradkontrollen der Polizei. Am Sonntag führten Polizeibeamte zwischen 12 und 18 Uhr solche Kontrollen an der Nordhelle (Landstraße 707) und an der Landstraße 539 (Meinerzhagen) durch.

An der Nordhelle wurde eine Geschwindigkeitsmessanlage für beide Fahrtrichtungen eingerichtet. Im sechsstündigen Überwachungszeitraum wurden von den Beamten dabei folgende Verstöße festgestellt: 794 Fahrzeuge passierten die Messstelle.

141 Fahrzeuge waren dabei zu schnell. 25 Fälle wurden zur Anzeige gebracht. Von den insgesamt gemessenen Kfz waren 138 Motorradfahrer. In fünf Fällen mussten wegen deutlich überhöhter Geschwindigkeit Anzeigen gegen Kradfahrer gefertigt werden (schneller als 20 Kilometer pro Stunde der zugelassenen Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h). Von den 116 Verwarngeldern entfielen 16 auf Zweiradfahrer.

Parallel zu dieser Maßnahme wurden Zweiräder im Bereich der L 539 kontrolliert. Im außerörtlichen Bereich war eine Radaranlage für einen zweistündigen Überwachungszeitraum platziert. „Die in diesem Bereich zulässigen 100 km/h wurden erfreulicherweise in keinem Fall überschritten“, blickt die Kreispolizeibehörde auf den Sonntag zurück.

Ferner war ein Kontrollteam im Bereich der Ortslage Willertshagen tätig. In erster Linie wurden die Kräder an dieser Stelle bezüglich technischer Manipulationen und des technischen Zustandes in Augenschein genommen. Vorrangig ging es um unzulässige Veränderungen an den Abgasanlagen und die damit einhergehenden erhöhten Geräuschemissionen.

Es wurden fünf Verstöße festgestellt, die eine Anzeige zur Folge haben werden. Nach jeweils vorgenommenen Standgeräuschmessungen wurde eine manipulierte Abgasanlage als Beweismittel demontiert und sichergestellt. In einem weiteren Fall wurde das gesamte Motorrad sichergestellt, weil sich die Abgasanlage nicht demontieren ließ und der zulässige Standgeräuschwert derart hoch war, dass in diesem Fall ein Sachverständigengutachten eingeholt wird.

Bei einem zulässigen Standgeräuschwert von 90 dB wurde bei der Harley ein Wert von 122 dB festgestellt. „Dieser Wert entspricht einem startenden Airbus“, heißt es weiter im Bericht der Kreispolizeibehörde. In drei weiteren Fällen entsprach die Profiltiefe nicht mehr den gesetzlichen Vorgaben. Ferner beteiligten sich zwei Beamte auf Polizeimotorrädern durch mobile Kontrollen im Bereich Meinerzhagen/Kierspe an der Aktion. „Durch sie wurde eine Anzeige wegen des Überholens im Überholverbot geahndet. Außerdem wurden 13 Verwarngelder wegen anderer Verfehlungen erhoben“, heißt es abschließend.

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