Kostenloses Probeessen in der neuen Mensa

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Beim Probeessen ließen es sich die Hauptschüler in der neuen Mensa schmecken. ▪

MEINERZHAGEN ▪ Und noch eine Mensa.

Nach der neuen Mensa der städtischen Realschule konnte in dieser Woche auch die Mensa in der Hauptschule mit den kostenlosen Probeessen für alle Klassen eröffnet werden.

„Mit diesen Investitionen wollen wir den Bildungsstandort Meinerzhagen nachhaltig stärken“, sagte Frank Maatz, erster Beigordneter der Stadt am Donnerstagvormittag beim Ortstermin in der Hauptschule. Von der neuen Mensa überzeugten sich dort auch Heinz-Gerd Maikranz von der Stadt, die Schulleiter Peter Regali (Realschule) und Petra Linge-Stühn (Hauptschule) und Gisela Voß vom Förderkreis der Realschule. Bis Ende der nächsten Woche laufen an beiden Schulen noch die kostenlosen Probeessen. An der Hauptschule probieren täglich zwei Klassen die Qualität des Essens, das vom Wilhelm-Langemann-Haus geliefert wird.

Insgesamt eine Million Euro investierte die Stadt mit Fördermitteln des Landes in den Ausbau der Versorgung der Schüler mit einer warmen Mahlzeit in den Mittagsstunden. „Damit tragen wir den Vorgaben des Landes Rechnung“, betonte Maatz, der damit auch auf die Entwicklung der Stundenzahl an den Schulen anspielte, die ausdrücklich keine Ganztagsschulen sind.

Über ein bargeldloses Bezahlungssystem haben alle Schüler künftig die Möglichkeit in den Mittagsstunden, während einer verlängerten Pause, eine günstige Mittagsmahlzeit zu bekommen. Für 2,60 Euro gibt es ein Hauptgericht, ein Getränk und eine Nachspeise. Lehrer zahlen 3,50 Euro. Dieses Geld wird komplett in die Produktion des Essens gesteckt. Die Logistik und Administration übernimmt die Stadt. So kann den Kindern ein werthaltiges und gesundes Mittagessen angeboten werden.

Dies suchen sich die Schüler sogar selbst aus. Ein Gremium, bestehend aus Schülern beider Schulen, des Förderkreises der Realschule und Eltern sucht die Essen aus. Hier soll es regelmäßige Treffen geben. Die beliebtesten Gerichte müssen jetzt natürlich noch gefunden werden. Aus dem Katalog des Langemann-Hauses wurden aber bisher auch bei Kindern mutmaßlich nicht so beliebte Speisen ausgesucht, die dann doch guten Absatz fanden. So zum Beispiel das Wirsing-Gemüse in der Realschule. Zudem gibt es Variationen, die den Wünschen von muslimischen Schülern und Vegetariern entsprechen. Die Produkte für die Speisen kommen hauptsächlich aus der Region. Somit werden Zulieferer vor Ort unterstützt und kurze Wege gewährleistet.

In der Regel sollen sich die Schüler bis zum Vortag um 16 Uhr entscheiden, ob sie am nächsten Tag das Angebot wahrnehmen. Das geschieht an einem Terminal in der Schule. Die Eltern können vorab für ein Guthaben einzahlen. Das Ziel der Organisatoren, wie Gisela Voß vom Förderkreis der Realschule betonte, ist es mindestens ein Drittel der Schüler für das Angebot zu begeistern. „Das wäre ein Erfolg“, betonte Frank Maatz, der sich auf Erfahrungswerte von anderen Schulen aus der Umgebung berief.

Parallel zum Mittagessen läuft zudem ein Betreuungsangebot, das unter anderem Hilfe bei den Hausaufgaben bietet. Mit dem Essen und den weiteren Angeboten sollen auch die Familien entlastet werden, betonte Maatz. So sind in einigen Fällen eventuell Familie und Beruf besser vereinbar.

„Es ist einfach auch erfrischend, wenn Lehrer und Schüler gemeinsam am Tisch sitzen und entspannt essen“, zog Peter Regali ein bisher positives Fazit zu dem neuen Angebot an beiden Schulen. ▪ ds

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