Kooperation soll den Naturpark mit Leben füllen

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Andreas Wiebe, Leiter des Landesbetriebes Wald und Holz, Bernd Fuhrmann, Vorsitzender des Vereins Naturpark Sauerland Rothaargebirge, Detlef Lins, Geschäftsführer des Vereins, und Klaus Lomnitz, Leiter des Forstamtes. 

Valbert - Ob als Wanderer, mit dem Mountainbike oder dem Pferd, den Wald nutzen viele in ihrer Freizeit, da er Erholung bietet. Mit einer Kooperation des Landesbetriebes Wald und Holz und dem Naturpark Sauerland-Rothaargebirge sollen daher weitere attraktive Erholungsangebote im Ebbegebirge entstehen.

Der Vertrag, mit dem die umliegenden Regionalforstämter Kurkölnisches Sauerland, Siegen-Wittgenstein und Oberes Sauerland dem Naturpark landeseigene Waldflächen zur Verfügung stellen, wurde am Mittwoch am Wanderparkplatz an der Nordhelle unterzeichnet.

Der Naturpark Sauerland-Rothaargebirge ist der zweitgrößte Naturpark Deutschlands mit einer Fläche von 3 826 Quadratkilometern. Ihn gibt es allerdings erst seit April 2015, nachdem die Naturparks Ebbegebirge, Homert und Rothaargebirge aufgelöst wurden. Der neugegründete Verein, der ebenfalls Naturpark Sauerland-Rothaargebirge heißt, übernimmt seitdem die Verwaltung der Flächen und touristischen Angebote. Der Kooperations- beziehungsweise Nutzungsvertrag regelt die notwendigen Absprachen zur Förderung der Erholung, des Tourismus und der Umweltbildung.

Entstehen soll in dieser Zusammenarbeit ein Mitmach-Naturpark. Das bedeutet auf der einen Seite, gemeinsam den Waldbesuchern die Verhaltensregeln im Wald näherzubringen und auf der anderen Seite die Besucher mit Workshops in die Schwerpunktplanung des Parks miteinzubeziehen. „Wir wollen mit verschiedenen Projekten den Park mit Leben füllen und die Kooperation ist dazu eine wunderbare Ausgangssituation“, sagte Detlef Lins, Geschäftsführer des Vereins Naturpark Sauerland Rothaargebirge.

Zu einem Erholungsgebiet, das auch für den Tourismus attraktiv ist, ist auch eine gute Infrastruktur nötig. Für die Nordhelle nannte man zum Beispiel die Zuganbindung über Meinerzhagen. Die Anbindung war daher ein Kriterium für den Verein, welche der 400 Wanderparkplätze der vorherigen Naturparks übernommen werden sollten. Dazu schaute man sich diese Anlagen im Vorfeld an und entschied sich für rund 200.

Ein Ziel des Vereins ist es, die Anlagen attraktiver zu gestalten. So sollen zum Beispiel in naher Zukunft Schutzhütten neu, offener und größer gestaltet werden. Ebenfalls sollen die Einfassungen der Wanderparkplätze naturbelassen hergerichtet werden und Sitzgarnituren sowie die Beschilderung erneuert werden. „Man soll schon von Weitem die Qualität der Anlagen des Naturparks erkennen“, erklärte Detlef Lins.

Bei der Neugestaltung handle es sich um einen aufwendigen Prozess, zu dem die Vorgänger finanziell nicht in der Lage gewesen seien. „Früher standen 20 000 Euro pro Jahr zur Verfügung. Jetzt haben wir 133 000 Euro, die dementsprechend auch mehr Möglichkeiten bieten, wie zum Beispiel in der personellen Besetzung“, erklärte Bernd Fuhrmann, Vorsitzender des Naturpark Sauerland-Rothaargebirge. - Marie Veelen

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