Hajo Hoffmann begeistert ein kleines Publikum

Hajo Hoffmann spielte virtuos auf seiner Ukulele und versank auch schon mal in sein Instrument.

Meinerzhagen - Hajo Hoffmann begeisterte am Samstag einen nur kleinen Kreis an Zuhörern in der Galerie Langenohl mit viersaitiger Vielseitigkeit auf seiner Ukulele.

Von Manuela Steller-Lübke

Wer die Augen schloss, der konnte sich von Hajo Hoffmann musikalisch auf Bananenplantagen, ans Meer oder an den Ganges begleiten lassen. Wer die Augen schloss, der verpasste aber im Gegenzug das verschmitzte Lächeln, das freudestrahlende Lachen und das Versinken des Musikers in sein Instrument. Sein Instrument: die Ukulele. Der große Mann spielte seinen „hüpfenden Floh“ (so die Übersetzung aus dem Hawaiianischen) in Quintstimmung mal mit den Fingern, mal mit Plektrum, benutzte es als Schlaginstrument und verschmolz in seinem „Crossover & Spirituals“ betitelten Programm scheinbar unvereinbare Musikrichtungen miteinander.

Völlig „losgelassen“ ging es los, und schon beim ersten Stück begeisterte Hoffmann mit dem Einsatz des Loops, der die eben gespielten Melodien repetierte und den Musiker sich selbst begleiten ließ, sodass oft ein kleines Ukulelenorchester zu hören war. Dabei nutzte Hoffmann nicht nur die vier Saiten seines Instruments, sondern spielte auch mit seiner Stimme – mal mit Gesang, mal als Percussioninstrument eingesetzt, und immer mit sichtlicher Hingabe. Da wunderte es nicht, dass die Zuhörer mitwippten oder beim Bossa Nova „Bananeira“ auch mitsangen.

Hajo Hoffmann malte Bilder, nahm die Zuhörer mit ans Meer, wo sie die „Katamarane“ ziehen sahen, ließ den Clown in Egberto Gismontis „Palhaco“ lachen und weinen, verband klassische Musik mit indischen Einflüssen („Bach im Ganges“) und spielte Titel von Paul McCartney und Miles Davis auf bisher unbekannte Art. Viel Applaus gab es auch für die spontan auf das Publikum abgestimmten Eigenkompositionen. Die Besucher genossen das stimmungsvolle Konzert in intimer Atmosphäre, und ein bewunderndes „Wow!“ war nach so manchem Titel zu hören. Entspannt, mit der Jazzballade „My one and only love“ als zweiter Zugabe, entließ der Schalksmühler Saitenvirtuose seine begeisterten Zuhörer.

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