Meinerzhagenerin Theresa Heßberg spielt im Märkischen Jugendsinfonieorchester

Wenn das Märkische Jugendsinfonieorchester am Samstag in der Stadthalle auftritt, ist auch die 17-jährige Theresa Heßberg aus Meinerzhagen mit dabei.

MEINERZHAGEN ▪ Klassik von Mozart bis Tschaikowsky: Am kommenden Samstag, 17. September, kommen Musikliebhaber voll auf ihre Kosten. Dann spielt das Märkische Jugendsinfonieorchester (MJO) in der Stadthalle ein Konzert mit dem Titel „Schicksal“.

Auch die 17-jährige Meinerzhagenerin Theresa Heßberg wird dabei sein, wenn rund 100 junge Musiker im Alter von 13 bis 20 Jahren präsentieren, was sie während der Sommerferien zusammen einstudierten.

1989 gegründet, führt das MJO jeweils in den Sommer- und Weihnachtsferien so genannte Arbeitsphasen durch. Hierfür melden sich Jugendliche aus dem gesamten Märkischen Kreis und darüber hinaus an und verbringen gemeinsam eine zehntägige intensive Probenzeit. Dieses Mal ging die Reise nach Nottuln in der Nähe von Münster, wo das Orchester unter Leitung von Dirigentin Carolin Nordmeyer fleißig probte. Stundenlanges Musizieren, nur unterbrochen von den Essenspausen – ist das nicht ganz schön anstrengend? „Beim ersten Mal habe ich das so empfunden“, erinnert sich Theresa Heßberg, die schon zum sechsten mal mitspielt. „Mittlerweile macht es nur noch Spaß.“ Über die Jahre haben sich viele Freundschaften entwickelt und die Jugendlichen freuen sich auf die Proben, bei denen trotz disziplinierter Arbeit dennoch der Spaß im Vordergrund steht. Wenn die Schar junger Musiker am Wochenende nach Meinerzhagen kommt, wird es im Hause Heßberg zugehen wie in einer Jugendherberge. „Einige aus der Gruppe übernachten bei uns“, erzählt Theresa. Der Zusammenhalt sei super. „Viele von uns sind seit Jahren mit dabei, aber auch Neuzugänge finden schnell Kontakt und werden einbezogen.“ Auf das „Heimspiel“ in Meinerzhagen freut sich die 17-Jährige schon sehr. Da die Auftritte nach den Probenphasen jeweils in anderen Städten stattfinden, ist es schon etwas Besonderes für sie, nun auch in der Volmestadt zu spielen.

Erste musikalische „Gehversuche“ machte Theresa schon als Kleinkind, im Alter von sechs Jahren verliebte sie sich in die Geige. „In der Musikalischen Früherziehung durften wir alle möglichen Instrumente ausprobieren“, erinnert sie sich. „Als ich ein wenig auf einer Geige herumzupfte, fand ich das sofort toll.“ Formschön und vielseitig sei sie, außerdem etwas ausgefallener als die Blockflöte, die viele ihrer damaligen Freundinnen spielten. Ihre kindliche Begeisterung war kein Strohfeuer – seit elf Jahren ist sie ihrem Hobby treu geblieben. Nach wie vor wird die junge Meinerzhagenerin an der Musikschule von Cosima Breidenstein unterrichtet und konnte sich schon zweimal bei „Jugend musiziert“ den zweiten Platz sichern. Lampenfieber hat sie vor dem Konzert am Samstag nicht. „Es ist ja nicht das erste Mal“, schmunzelt sie. Außerdem seinen kleinere Patzer in einem so großen Orchester kaum zu hören. „Da müsste man schon in eine Pause reinspielen.“

Das Konzert mit dem Titel „Schicksal“ bietet ein sehr emotionales Programm: Neben Tschaikowskys fünfter Sinfonie werden auch die Ouvertüre zu „Die Macht des Schicksals“ von Giuseppe Verdi, die Ouvertüre zu „Il Re Teodoro in Venezia“ von Giovanni Paisiello und Mozarts 14. Klavierkonzert zu hören sein.

Einlass ist um 19 Uhr, ab 19.15 Uhr beginnt der Konzertabend mit einer 45-minütigen Einführung. Stephan Quandel und Dirigentin Carolin Nordmeyer werden ihre Zuhörerschaft auf die Musik einstimmen, das Orchester unterstützt sie dabei mit Klangbeispielen. Konzertbeginn ist um 20 Uhr.

Petra Schüller

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