Musiker der Philharmonie Südwestfalen begeistern die Zuhörer mit anspruchsvollem Programm

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Die Philharmonie Südwestfalen bot ein eindrucksvolles Konzert in der Stadthalle Meinerzhagen.

Meinerzhagen – „Besser kann das Jahr nicht beginnen“, lautete das Motto beim KuK-Neujahrskonzert am Mittwochabend in der Stadthalle.

Die Musiker der Philharmonie Südwestfalen unter Leitung ihres seit dem letzten Sommer amtierenden Dirigenten Nabil Shehata setzten diese anspruchsvolle Ansage zu 100 Prozent in die Tat um. Geboten wurde ein ebenso mitreißendes wie anspruchsvolles Programm mit bekannten und weniger bekannten Werken aus Operette und Oper. 

Mit Karl-Heinz Kraus begrüßte ein sichtlich zufriedener Vorsitzender des Vereins für Kommunikation und Kultur (KuK) eingangs die gut 500 Besucher. Dabei erinnerte er daran, dass ohne die KuK-Sponsoren und die Stadt Meinerzhagen ein so anspruchsvolles Kulturangebot mit einem hoch qualifizierten Profi-Orchester im oberen Volmetal gar nicht möglich sei. Für die Stadthalle als passenden Spielort wünschte er sich eine baldige und möglichst zügige Renovierung – immer mit Blick auf die bange Frage, ob das Haus für Veranstalter wie KuK in nächster Zeit für solche Aufführungen dann noch zur Verfügung steht. Die abschließenden guten Wünsche für ein schönes Jahr 2020 setzte das Orchester sofort grandios in die Tat um. 

Melodien aus den Operetten „Die Fledermaus“ und „Ich lade mit gern Gäste ein“ von Johann Strauss (Sohn) dienten als munterer Einstieg in das Programm. Ein weiteres Stück aus der goldenen Operettenära in den 1870er Jahren sorgte für ein besonders heiteres Moment. Solistin Anna Werle (Mezzosopran) interpretierte das „Schwipslied“ aus der Strauss-Operette „Eine Nacht in Venedig“ mit Flasche und Glas in der Hand derart intensiv, dass das Publikum seine helle Freude hatte und sicher gerne ein Glas Sekt mit getrunken hätte. 

Bei dem Lied „Welt, du kannst mir nicht gefallen“ aus der Lortzing-Oper „Der Waffenschmied“ begeisterte Anna Werle dann mit ihrer ausdrucksstarken und wandlungsfähigen Stimme, bevor das Orchester mit dem „Wilde Rosen“ Walzer von Franz Lehár in die Pause ging. 

Es folgte der zweite Teil des rundum gelungenen Neujahrskonzerts mit anspruchsvolleren, aber nicht weniger unterhaltsamen Opernwerken. Los ging es mit der Ouvertüre KV 135 aus der Oper „Lucio Silla“ von Wolfgang Amadeus Mozart. Beeindruckend war der Beitrag „Parto, parto ma tu ben mio“ aus der Mozart-Oper „La Clemenza di Tito“ für hohe Stimme und Klarinette. 

Dirigent Nabil Shehata und seine Musiker luden dann noch mit Melodien aus der Oper „Carmen“ von Georges Bizet zu einem kleinen Ausflug in die Welt der französischen Oper ein. Beim „Entreacte“ gefiel das besinnlich-schöne Zusammenspiel von Harfe und Flöte mit dem schließlich leise einsetzenden Ton der Geigen. Von Frankreich aus ging es zum Schluss nach Italien. Melodien und Lieder aus den Opern „Der Barbier von Sevilla“ und „La Cenerentola“ des Komponisten Gioachino Rossini gehörten zum furiosen Finale des KuK-Neujahrskonzerts. 

Begeisterter Beifall war dem Orchester gewiss. Und so einfach von der Bühne lassen mochte das Publikum die Philharmonie Südwestfalen nicht. Zu gleich drei Zugaben wurden das Orchester aufgefordert. Dabei zeigte Nabil Shehata beim Liedvortrag mit Anna Werle, dass er auch das Spiel auf dem Kontrabass beherrscht. Ganz zum Schluss, beim Radetzky- Marsch, legten die Musiker ganz alleine los – der Dirigent widmete sich derweil dem Publikum und gab die Einsätze für das Klatschen vor. Fazit: Ein schönes, erlebnisreiches Konzert, das ganz viel Lust auf den Rest des Jahres 2020 macht.

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