Konzert von Mixt(o)ur und Kohlbergspatzen

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Die Kohlbergspatzen nahmen die Besucher des Konzertes mit auf eine weihnachtliche Reise.

Meinerzhagen - In Liedern und Texten, Musik und Tanz fingen die Kohlbergspatzen und der gemischte Chor „Mixt(o)ur“ am Sonntag in der voll besetzten Stadthalle den Zauber der Weihnachtszeit ein. In ein wahres Winter-Wonderland verwandelten die kleinen und großen Sänger die Halle.

Von Jakob Salzmann

Neben den Chören ließen Götz Land (Trompete, Alphorn und Flügelhorn) und Sinja Kruska (Tanz) die Besucher von weiß überzogenen Winterlandschaften, Tannenduft und Kerzenschein träumen. „Winterzauber…, denn es ist Weihnachtszeit!“, lautete das einladende Motto des märchenhaft schönen, bis ins letzte Detail liebevoll ausgeschmückten Gemeinschaftskonzerts der Chöre. Die Gesamtleitung des Nachmittags lag in Händen von Chordirektorin Rosel Neumann. Am Piano waren Frank Tissen und Robert von der Beck den Sängerinnen und Sängern allzeit einfühlsame, virtuose Begleiter. Durch den Nachmittag führten Dietmar Ludwig und Steffi Jarosch.

Mit dem bekannten Hymnus „Gloria in excelsis Deo“, von der Empore aus auf dem Flügelhorn gespielt, gewährte Götz Land (Kierspe) Einlass in die zauberhafte Winterwelt, die die Chöre in fröhlichen, stimmungsvollen, traditionellen und modernen Liedern ausmalten. Hektik, Eile und Hast waren vergessen. Sogar das derzeitige Schmuddelwetter, das so gar nicht zu Weihnachten passen will, ärgerte keinen mehr.

Am „Kalenderlied“ machten beide Chöre ihren vielfarbigen musikalischen Ausflug in die Winterzeit fest. Im Wechsel besangen die „Kohlbergspatzen+“, deren Pluszeichen für die mitsingenden Mütter steht, und Mixt(o)ur die schönste Zeit des Jahres. Auf Deutsch und Englisch, innig und jubilierend, erzählten sie von Sehnsucht, Liebe, Lob und Heil, dem Kind in der Krippe und allem was zu Weihnachten dazugehört. Viele Klassiker, die aus der Weihnachtszeit nicht wegzudenken sind wie „Alle Jahre wieder“ oder „Kling Glöckchen“, aber auch moderne Weihnachtslieder wie „Mein allerschönster Weihnachtstraum“, fanden sich im bunt gemischten, mit Liebe zusammengestellten Programm. Von zarten Kinderstimmen gesungen, gingen die Lieder ebenso sehr zu Herzen wie von Erwachsenen mehrstimmig, in ausgefeilten Darbietungen interpretiert.

Ein Höhepunkt des Programms: „Stille Nacht“, von beiden Chören in einer Interpretation von Rosel Neumann als Weihnachtsbotschaft zu jedem Einzelnen gebracht. Sogar ein lustig aufgelegter Nikolaus konnte diesem Hörgenuss nicht widerstehen.

Bindeglied zwischen den einzelnen Liedblöcken waren die tiefgründigen Texte, in denen Steffi Jarosch die Weihnachtsgeschichte aus der Perspektive von Maria, Josef, Herodes und anderer beteiligter Personen betrachtete. „Ein Kind? Ich? Das kann doch nicht sein. Mir schwirrt der Kopf. Wie soll das gehen?“, fragte Maria da bange. Reizvolle Farbtupfer brachte Sinja Kruska mit ihrem gymnastischen Tanz in den Nachmittag ein – unter anderem zu den Klängen von David Garretts „Music“ wirbelte sie in ihrer Kür anmutig über die Bühne. Auch der hierzulande exotisch anmutende „Gruß aus den Bergen“, wie Götz Land seinen Weihnachtspotpourri auf dem Alphorn nannte, kam bestens an.

Mit tosendem Beifall bedankten sich die Zuhörer schließlich – unter ihnen Volkmar Rüsche (stellvertretender Bürgermeister) und Hans Gerd Krellmann (Vorsitzender des Sängerkreises Lüdenscheid, Bezirk obere Volme) – bei allen Mitwirkenden für diesen wunderschönen Augen- und auch Ohrenschmaus.

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