Konzert mit den „Kohlbergspatzen plus“

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Mit bunten Seidentüchern setzten die Akteure beim Konzert interessante Akzente. ▪

MEINERZHAGEN ▪ Rund 60 Besucher erlebten am Samstag unter dem Motto „Ohne Kinder geht nichts!“ ein besonderes Konzert in der Jesus-Christus-Kirche. Die „Kohlbergspatzen plus“ hatten ein schwungvolles und bezauberndes Programm auf die Beine gestellt, das sie zugunsten der evangelischen Kindergärten in Meinerzhagen in der altehrwürdigen Kirche aufführten.

„Kohlbergspatzen Plus“ – hinter diesem Namen verbirgt sich der seit seiner Gründung im Jahr 2000 allseits bekannte Kindersingkreis unter Leitung von Chordirektorin Rosel Neumann, der mittlerweile Verstärkung bekommen hat. Da es den Kohlbergspatzen auch nicht anders ergeht als anderen Vereinen, und der Nachwuchs rar wurde, entstand die Idee, den Chor durch die Mütter zu verstärken. Dass dies eine tolle Bereicherung ist, bewies das Konzert am Samstag eindrücklich. Der Abend begann stimmungsvoll mit dem Einzug der Kinder, die Glasschalen mit Teelichtern in ihren Händen hielten und „Frieden auf Erden“ sangen. Zugleich spannten die Mütter im Altarraum sternförmig bunte Tücher auf. Pfarrerin Petra Handke hieß die Besucher willkommen. „Kinder sind Hoffnung und Zukunft zugleich,“ unterstrich sie. Es sei eine ausgezeichnete Idee, mit dem Erlös aus dem Konzert das gesunde Frühstück in den evangelischen Kindergärten zu unterstützen. Nun stimmten die „Kohlbergspatzen Plus“ vielstimmig „Flieg nicht so hoch mein kleiner Freund“ und „Lasst uns miteinander singen, loben, preisen den Herren“ an. Chorleiterin Rosel Neumann begleitete die Auftritte am E-Piano. Durch den Chor der freien evangelischen Gemeinde Ihne erfuhren die Initiatoren klangvolle Verstärkung. Unter Leitung von Christian Baldauf sang der Chor im Kanon „Freedom is coming“ und stimmte das Lied „Es gibt noch Hoffnung“ an. Alle Akteure ernteten für ihre Auftritte kräftigen Applaus. Die berührende Geschichte „Der kleine Tag“ zog sich wie ein roter Faden durch das einstündige Programm. Die Besucher erfuhren von Martina Prüschenk und ihrer Tochter Valerie, dass es einen Ort gibt, an dem alle Tage leben, bevor sie auf die Erde kommen. Der kleine Tag träumt nun unaufhörlich von seinem großen Auftritt auf dem blauen Planeten. Wenn er dort anbricht, soll Außergewöhnliches geschehen, damit er für immer im Gedächtnis der Menschen bleibt. Als es endlich soweit ist, scheint nichts so zu sein wie er es sich erträumt hat: Das Wetter ist trüb und regnerisch und die Menschen machen sich schlechtgelaunt auf den Weg zur Arbeit. Doch plötzlich sieht der kleine Tag ein Liebespaar, das sich zum ersten mal küsst und ihm wird vor Freude warm ums Herz. Er erlebt die Gipfelfreude eines Bergsteigers und freut sich an einer kleinen Melodie, die ein Musiker vor sich her pfeift. Als der kleine Tag seiner Familie später atemlos von seinen Erlebnissen berichtet, brechen alle in schallendes Gelächter aus. „Das soll ein besonderer Tag gewesen sein? – Im Leben nicht!“ Doch die Spötter täuschen sich. Wenig später erfahren sie, dass dieser Tag von den Menschen zum Feiertag ernannt wurde, weil an ihm nichts Böses geschah. Von nun an wird an diesem Datum das Friedensfest gefeiert. Bei dem Song „Alle Farben dieser Welt“ zogen die Sängerinnen bunte Seidentücher aus ihren Taschen, bei „Hand in hand with a friend“ nahmen sie sich an die Hände. Die Geschwister Leandra (E-Piano) und Moritz Sülzer (Posaune) traten als Instrumentalisten auf und wurden mit viel Applaus bedacht. Nach diesem abwechslungsreichen Konzertgenuss wurden die Besucher am Ausgang um eine Spende gebeten. ▪ ps

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