Kammerorchester und „Quietschfidele“ spielen

Mitreißend und ausdrucksstark: Kira Kohlmann übernahm den Part der Solovioline. - Foto: Schüller

MEINERZHAGEN - Klassische Klänge aus der Mitte des 19. Jahrhunderts, kombiniert mit populärer zeitgenössischer Filmmusik – dieses Programm und seine virtuose Darbietung kamen am Samstagabend in der gut gefüllten Stadthalle ausgezeichnet an.

Von Petra Schüller

Zum Auftakt stimmte das Kammerorchester Volmetal gemeinsam mit dem Wipperfürther Kammerorchester unter Leitung von Mirko Kohlmann das populäre Violinkonzert in e-Moll von Felix Mendelssohn-Bartholdy an. Den Part der Solovioline übernahm Kira Kohlmann, deren Talent und ausdrucksstarkes Spiel die Zuhörer in ihren Bann zog. Nach dem Moment absoluter Stille, der nach dem Ausklang des letzten Tons bei klassischen Konzerten so typisch ist, setzte stürmischer Applaus ein. Rhythmisch klatschend forderte die Zuhörerschaft eine Zugabe, die gerne gewährt wurde.

Kira Kohlmann ist in Meinerzhagen als exzellente Violinistin längst bekannt. Schon als Vierjährige begann sie mit dem Violinspiel. Seit 2003 studiert sie an der staatlichen Hochschule in Karlsruhe und absolviert dort zur Zeit die Prüfungen für ihr Konzertexamen. 2006 erhielt sie den „Förderpreis Musik“ der Gesellschaft zur Förderung der Westfälischen Kulturarbeit. Sie gewann nationale und internationale Wettbewerbe, war unter anderem Finalistin im Brahmswettbewerb in Pörtschach am Wörthersee und Preisträgerin des Wettbewerbs „Lions International Music Competition“. Sie ist Stipendiatin der Rudolf-Eberle-Stiftung, der Gesellschaft zur Förderung der westfälischen Kulturarbeit und des PE-Förderkreises für Studierende der Musik.

Während der Pause wurde auf der Bühne ein Schlagzeug aufgebaut. Zudem waren zu Beginn des zweiten Konzertteils zahlreiche Orchesterplätze neu besetzt. Nun gaben einige fortgeschrittene Mitglieder des Jugendorchesters „Die Quietschfidelen“ gemeinsam mit Musikern der beiden anderen Orchester unter Leitung von Svenja Kohlmann eine Kostprobe ihres Könnens. Mit Leonard Cohens „Hallelujah“, dem überwältigend melancholischen Song, der auch als Filmmusik in „Shrek“ zu hören ist, startete der zweite Teil des Konzerts mit zeitgenössischer Musik. Auch „Skyfall“ brachte das nun deutlich verjüngte Orchester überzeugend zu Gehör.

Danach kam noch einmal die ursprüngliche Besetzung zum Zuge und beschwor mit dem imposanten „Pirates of the Caribbean“ des deutschen Komponisten Klaus Badelt Bilder des Piratenschiffs „Black Pearl“ herauf, bevor die Filmmusik aus „Forest Gump“ einen klangvollen Schlusspunkt setzte.

Der Applaus riss schließlich nicht ab und zwei Zugaben später blieb dem Dirigenten nur der Vorschlag: „Wenn es Ihnen so gut gefallen hat, dann besuchen Sie doch unser Konzert am kommenden Sonntag, 29. September. Dann spielen wir ab 18 Uhr in der alten Drahtzieherei in Wipperfürth.“

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