Konzert des Gymnasium begeistert Zuhörer

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Für eine stimmgewaltigen Auftakt sorgten der große Chor des Gymnasiums, verstärkt durch den Eltern-Lehrer-Chor und den Unterstufenchor, der von der Empore sang, gleich zum Auftakt des Konzertes in der Jesus-Christus-Kirche mit ihrer ausgezeichneten Akustik. ▪

MEINERZHAGEN ▪ Das evangelische Gymnasium hatte an diesem Wochenende zu einem geistlichen Konzert in die Jesus-Christus-Kirche eingeladen. Die Ausführenden wurden gefeiert.

Stehend zollten die Zuhörer am Samstag in der Jesus-Christus-Kirche den Sängern und Musikern Beifall, die ihnen etwa eineinhalb Stunden geistliche Musik auf hohem Niveau geboten hatten. Der Leiter des evangelischen Gymnasiums, Heinz-Herrmann Haar begrüßte die Gäste zu diesem Konzert, das im Rahmen des „kultur.frühlings.egm“ der heimischen Schule stattfand, bei dem die Theater-AG sowie die Musikensembles an sechs Abenden ihr Können zeigen. Das Programm solle die Zuhörer herausführen aus dem tagtäglichen Alltagsgrau und zeigen, dass Freude und Feiern eigentlich das Menschlichste seien, sagte Haar. Der Eintritt für dieses hervorragende Konzert war frei. Spenden, die nach dem Musikgenuss von den Schülern nach alter Künstlermanier mit dem Hut eingesammelt wurden, sollen für die Mensa der Schule verwendet werden.

Musikstücke und Lieder aus dem Barock, dem 20. Jahrhundert und der Romantik spiegelten die große musikalische Bandbreite der zahlreichen Akteure wider. Mit der Kantate von Dietrich Buxtehude „Alles, was wir tun“ setzte der große Chor des Gymnasiums, verstärkt durch den Eltern-und-Lehrer-Chor, sowie dem Chor der Unterstufe, der von der Empore sang, gleich zu Beginn des Konzertes stimmgewaltig den Maßstab. Begleitet wurden die Sänger von einem Streichorchester, das sich im Rahmen eines Schulprojektes formiert hatte.

Der weiter Verlauf des Programms war symmetrisch angelegt. Ein oratorisches Stück eröffnete und beendete es. Zwei Concertinos von Nikolai Rimski-Korsakow und Lars-Erik Larsson, die von Tobias Link an der Posaune und Gerlinde Rentrop an der Orgel vorgetragen wurden, umrahmten a-capella vorgetragene Lieder vom 6er-Chores des Gymnasiums und der Sopranistin Elisabeth Menke.

Die ruhigen Concertinos sollten den Zuhörern die Gelegenheit bieten, Abstand zu gewinnen vom täglichen „Graubrot“ und sie hineinführen in einen musikalischen Traum, in dem man die Wirklichkeit für einige Zeit vergessen kann, erläuterte Musiklehrer und Chorleiter Michael Otto die Intention der Musikstücke. Die Chorstücke hatten bei einem intensiven Probenwochenende auf der Burg Bilstein unter der Leitung von Otto den letzten Schliff bekommen. Dabei hatte alles „Sperrige“ zu wunderbarer Harmonie gefunden, wie etwa das experimentelle Klangstück „Vater unser“ von Wolfgang Stockmeier, dessen Vortrag von intensiver Spannung und Dramatik geprägt war.

Vier Spirituals, darunter das englisch-irische Kirchenlied „Amazing Grace“ und das mitreißende „This little light of mine“ interpretierte der 6er-Chor ebenfalls bravourös. Die Sopranistin Elisabeth Menke brillierte mit „Stille sei den Herrn“ aus dem „Elias“. Sie war auch beim Finale, der Hymne „Hör mein Flehen“ von Felix Mendelsohn-Bartholdy, gemeinsam mit dem Chor und den Orchester zu hören, womit sich der musikalische Konzertreigen vollendet schloss.

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