Investitionen und Ideen für das Haus am Ebbehang

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Kai-Uwe Kersten (links) hat viele Jahre für das Tagungszentrum Haus Nordhelle gearbeitet. Jetzt ist sein Arbeitsplatz direkt gegenüber, wo er Christine und Detlef Zisick (Foto), die Eigentümer des Hauses am Ebbehang, unterstützt.

Meinerzhagen - Mehr als ein halbes Jahrhundert betrieb der evangelische Kirchenkreis Bochum das Valberter Haus am Ebbehang, direkt gegenüber des evangelischen Tagungszentrums Haus Nordhelle. Ende 2012 gab die Ruhrgebietsgemeinde die Einrichtung ab – inzwischen sind Detlef Zisick und seine Ehefrau Christine Eigentümer der Immobilie samt Außenanlagen.

500 000 Euro hat das Ehepaar seitdem investiert, entstanden ist ein „Event- und Freizeitheim“ auf der Höhe oberhalb des Ebbedorfes.

Ein kombinierter Hotel- und Herbergsbetrieb – so sehen die Besitzer ihr Haus. „25 Doppelstockbetten stehen zur Verfügung, das Gästehaus mit 44 Betten in Einzel-, Doppel- und Dreibettzimmern bietet eher Hotelstandard“, erläutert Detlef Zisick. Um dieses Niveau zu erreichen, waren umfangreiche Umbauarbeiten nötig. „Von der halben Millionen Euro sind allein 100 000 Euro in den Brandschutz geflossen. Unsere Gäste sind hier jetzt wirklich sicher“, weiß der 55 Jahre alte Eigentümer. Doch auch die übrigen „Finanzspritzen“ haben ihre Spuren hinterlassen. Modernisierte Zimmer, helle, freundliche Farben, Parkettfußboden auch im großen Veranstaltungssaal für etwa 100 Personen und andere Aufwertungen waren nötig, um den Besuchern ein Wohlfühl-Ambiente – auch bei Familienfeiern – zu bieten.

Mit „an Bord“ ist im Haus am Ebbehang übrigens jetzt auch ein in Valbert nicht unbekannter Hotel- und Gastronomiefachmann: Kai-Uwe Kersten. Der ehemalige kaufmännische Geschäftsführer von Haus Nordhelle, der im vergangenen Jahr aus dem Führungsteam des Tagungszentrums ausschied, hat „gegenüber“ ein neues Betätigungsfeld gefunden. „Wir sind sehr froh, dass er uns mit seinem Fachwissen unterstützt“, freuen sich Detlef Zisick und seine Ehefrau Christine. „Gesucht – gefunden“, so lautet für Zisick das Motto, was den gelernten Koch und kaufmännischen Betriebswirt Kersten und ihn selbst angeht. Beide Männer stammen aus Berlin, lernten sich in Valbert als Nachbarn kennen und wollen sich nun im Haus am Ebbehang – gemeinsam mit ihren Ehefrauen Christine Zisick und Ilka Kersten – zum Wohle der Einrichtung engagieren. „Und das natürlich langfristig“, plant der 55 Jahre alte Betreiber des Hauses.

8000 Übernachtungen, diese Zahl streben Kersten und Zisick an. Und dabei setzen sie vor allen Dingen auf Freizeitgruppen. „Erst jetzt hatten wir die Teilnehmer eines Vater- und Kind-Wochenendes aus Neuenrade hier. Gebucht hatte das Institut für Kirche und Gesellschaft. Und auch die ehemaligen Besitzer aus Bochum haben schon wieder Kontakt zum Haus. „Es besteht Interesse, wieder hierher zu kommen“, freut sich Zisick, der übrigens auch an Selbstversorger vermietet. „Dann stellen wir unsere Küche zur Verfügung.“ Überhaupt gehe es in der Einrichtung sehr unkompliziert zu. Zisick: „Wir ermöglichen unseren Gästen dann auch schon einmal ein Lagerfeuer, das Sonntagsfrühstück um 11 Uhr oder andere etwas unkonventionelle Wünsche.“

Zwei große Gästehäuser in unmittelbarer Nachbarschaft – entbrennt auf dem Koppenkopf nun ein Konflikt zwischen konkurrierenden Nachbarn? „Ganz klar, nein. Wir sprechen teilweise ganz unterschiedliche Zielgruppen an. Und wir könnten uns sogar in einigen Bereichen eine Kooperation vorstellen. Ansonsten sind wir froh, dass es Haus Nordhelle gibt – eine wirklich tolle Einrichtung“, nimmt Detlef Zisick ganz klar Stellung und streckt dem Nachbarn die Hand aus. - von Jürgen Beil

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