Kontaktverbot in Meinerzhagen und Kierspe: Polizei zufrieden

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Leerer Otto-Fuchs-Platz: Die Polizei fährt gezielt potenzielle Treffpunkte an, musste bis gestern aber nicht eingreifen, um das Kontaktverbot durchzusetzen.

Meinerzhagen/Kierspe - Es ist ruhig geworden im Volmetal – und damit das so bleibt, sind auch die Polizisten der Wache an der Oststraße verstärkt auf Streife.

„Wir fahren die neuralgischen Treffpunkte in den Städten gezielt an, haben bislang aber keine Verstöße gegen das Kontaktverbot feststellen können“, sagt ein äußerst zufriedener Wachleiter Jörg Meier im Gespräch mit der Redaktion. 

Im Zuständigkeitsbereich der Wache, den Städten Meinerzhagen und Kierspe, würden sich die Bürger sehr diszipliniert verhalten. „Jeder weiß, um was es geht. Dass irgendjemand von den Auflagen nichts gehört hat, ist wegen der medialen Berichterstattung fast unmöglich“, sagt Meier. 

Hohe Präsenz an bekannten Sammelpunkten

Mit einer hohen Präsenz an beliebten Sammelpunkten in den beiden Städten wolle die Polizei aber auch weiterhin mögliche Treffen unterbinden. „Insgesamt erlebe ich die Menschen hier aber als sehr gelassen. Sie haben die Ansagen der Politik verstanden und halten sich daran“, sagt der Wachleiter, der mit seinen Kollegen aber nicht nur das Verhalten der Bürger in der Öffentlichkeit, sondern auch in den eigenen vier Wänden im Blick hat.

Häusliche Gewalt im Blick

„Es ist natürlich damit zu rechnen, dass wir aufgrund der aktuellen Situation vermehrt zu Einsätzen im familiären Raum gerufen werden“, spricht Meier das Thema häusliche Gewalt an, das nach Informationen des Nachrichtenmagazins Der Spiegel auch vom Bundesinnenministerium schon in den Fokus gerückt wurde. 

Immerhin: In Meinerzhagen und Kierspe sei es auch in diesem Bereich durch die Corona-Krise zu keinem Anstieg der Fallzahlen gekommen, so Meier, der das Verhalten der Bürger auch abseits der Einsätze lobt. „Die Leute nutzen verstärkt das Telefon oder die Online-Möglichkeiten. Das klappt prima.

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