Ein Stück Normalität

Die Jugendarbeit läuft in der evangelischen Gemeinde wieder an

Im CVJM-Jugendheim Genkeler Straße wird wieder ins Kairos eingeladen.
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Im CVJM-Jugendheim an der Genkeler Straße wird wieder ins Kairos eingeladen.

Die Kinderbibelwoche, eigentlich in der ersten Woche der Herbstferien fester Bestandteil im Kalender der Kirchengemeinden, findet in Meinerzhagen bereits seit zwei Jahren – wegen fehlender Mitarbeiter und der Pandemie – nicht mehr statt. 2021 wird es dieses Angebot ebenfalls nicht geben.

Meinerzhagen – Das Jugendcafé Kairos an der Genkeler Straße ist seit September 2020 verwaist. Und der Konfirmationsunterricht fand für die letzten Jahrgänge nur online statt. Corona wirbelt alles durcheinander. Auch die Kinder- und Jugendarbeit der evangelischen Kirchengemeinde. „Wenn die Jugendlichen in diesem Alter nichts von Kirche mitbekommen, ist das sehr schlecht. Später kommt man nur schwer an diese Menschen heran.“ Kristine Büscher ist Jugendreferentin der Evangelischen Kirchengemeinden Meinerzhagen und Valbert. Und sie ist alles andere als glücklich über die Einschränkungen, die die Pandemie mit sich bringt.

Wieder mehr persönliche Kontakte

Doch den Kopf in den Sand stecken, das bringt auch nichts. Und so plant Kristine Büscher, wieder mehr persönliche Kontakte möglich zu machen. Ein erster Schritt: Ab diesem Freitag öffnet das „Kairos“ wieder. Ab 18 Uhr sind Jugendliche an oder in der Einrichtung an der Genkeler Straße willkommen. „Wir müssen sehen, ob wir uns draußen treffen können. Das wäre besser als in den Räumen. Aber so oder so gilt dann die 3G-Regel. Das heißt, Teilnehmer müssen geimpft, genesen oder getestet sein. Wir schauen dann, wie viele Besucher kommen. Bis zu 20 dürften es sein“, erläutert Kristine Büscher das Konzept.

Und noch eine weitere Veranstaltungsreihe wird in der evangelischen Kirche wieder angeboten: In Valbert kommt der Jugendkreis zusammen. „Damit haben wir schon in der vergangenen Woche begonnen. Da haben wir uns draußen zusammengesetzt. Auch dort wird die 3G-Regel angewendet. Ein festes Programm gibt es noch nicht, wir schauen jetzt, was möglich ist. Erst einmal wollen wir mit diesem Kreis einen Treffpunkt anbieten, der donnerstags ab 18 Uhr am oder im Gemeindehaus In den Bäumen stattfindet“, berichtet die Jugendreferentin.

Konfirmanden treffen sich wieder

Lange Zeit online, bald wieder in Präsenz. Das gilt ab September auch für den Unterricht der Konfirmanden. In Meinerzhagen sollen sich die „Konfis“ dann einmal monatlich samstags von 10 bis 14 Uhr treffen, in Valbert ebenfalls einmal monatlich samstags von 9 bis 13 Uhr. „Das ist auch gut so, weil die letzten beiden Konfi-Jahrgänge hat man praktisch gar nicht persönlich erlebt. Und, noch schlimmer, die Konfis haben die Kirchengemeinde gar nicht kennengelernt“, hofft Kristine Büscher, dass Versäumtes jetzt nachgeholt werden kann.

Einen kleinen Vorgeschmack auf die Zeit, in der die Pandemie überwunden ist, gab es für Kristine Büscher und 13 Jugendliche bereits in den zurückliegenden Sommerferien. Da brach eine Gruppe unter Leitung der Jugendreferentin zu einer Freizeit nach Ommen in den Niederlanden auf. „Man hat dabei gemerkt, wie nötig die Jugendlichen solche Aktivitäten brauchen. Und auch uns Mitarbeitenden hat diese Freizeit sehr gutgetan. Wir haben festgestellt, dass man solche Angebote gar nicht mehr kennt und sich an das Miteinander erst wieder gewöhnen muss“, beschreibt Kristine Büscher die Gefühlslage aller Teilnehmer.

Hoffnung auf Normalität

Natürlich – und das betont die Jugendreferentin ausdrücklich, habe man sich an alle Vorgaben gehalten: „Wir haben beispielsweise immer Masken getragen, auch wenn das in dem Ort oft gar nicht nötig gewesen wäre. Und wir haben immer gemahnt und um äußerste Vorsicht gebeten. Aber trotzdem war nicht alles wie früher. So haben wir wegen der Ein- und Ausreisebestimmungen stets die Inzidenz im Blick behalten. Aber es hat alles reibungslos geklappt“, freut sich Kristine Büscher, die nun hofft, dass bald wieder Normalität einsetzt und sich niemand mehr aus Gründen des Infektionsschutzes einschränken muss.

„Sonst stoßen gerade die Jugendlichen wirklich an ihre Grenzen. Sie wollen doch einfach nur normale Jugendliche sein und sich auch so verhalten dürfen.“

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