Konstruktive Diskussion zur Baumaßnahme Ahornstraße

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Einige Anwohner begrüßten auch die Anlage von Baumbeeten vor ihren Häusern. Sie hinterließen ihre Adressen. Jetzt wird geprüft, wo die Beete angelegt werden können. ▪

MEINERZHAGEN ▪ Auf Wunsch der Anwohner wird die Ahornstraße bis zur Grotmicke mit erhöhten gepflasterten Gehwegen an beiden Seiten und einer Fahrbahnbreite von 5,50 Meter ausgebaut.

Die Straße wird einen 60 Zentimeter tiefen frostfreien Aufbau erhalten, der auch für größere Achslasten geeignet ist. Die überdimensionierten Kreuzungs- und Einmündungsbereiche werden zurückgebaut. Ob die vermutlich in den 60er Jahren aufgebrachte Asphaltschicht chlorierte Kohlenwasserstoffe enthält und gesondert entsorgt werden muss, soll durch ein Gutachten geklärt werden. Das letzte Stück der Straße soll zu einem späteren Zeitpunkt, möglicherweise gleichzeitig mit der Grotmicke, erneuert werden.

Abgelehnt wurde die zweite Variante, die Klaus Feldmann vom Ingenieurbüro Dr. Feldmann am Montag im Rathaus vorgestellt hatte, mit einer Fahrbahnbreite von 4,50 und zwei gepflasterten Mehrzweckstreifen.

Ausschreibung und Auftragsvergabe für die mit rund 420 000 Euro veranschlagte Baumaßnahme soll Anfang April erfolgen, Baubeginn soll Mitte Mai sein. Mit der Fertigstellung wird im Frühjahr oder Sommer des nächsten Jahres gerechnet. 20 000 Euro sind für die Erneuerung eines Kanalteilstückes im Bereich der Südumgehung vorgesehen; Der übrige Kanal wurde bereits vor einigen Jahren erneuert. 366 000 Euro sind für den Straßenausbau, 30 000 Euro für eine LED-Straßenbeleuchtung vorgesehen.

Umlagefähig auf die Anlieger sind nach Auskunft von Peter Matzke, Fachbereich Bauen und Wohnen, bei dieser Haupterschließung 123 140 Euro. Der Aufwand wird nach individueller Veranlagungsfläche, bei der Grundstücksfläche und Geschossigkeit entscheidend sind, errechnet. Wie hoch die Kosten tatsächlich sein werden, ist aber erst nach Abschluss der Bauarbeiten absehbar. In einem Informationschreiben werden die Anlieger im ersten und zweiten Quartal 2014, also ein Jahr nach der Baumaßnahme, über ihre tatsächlichen Beiträge informiert. Diese Schreiben sollten eingehend auf ihre Richtigkeit geprüft werden, riet Matzke, da nach der im dritten Quartal erfolgenden Beitragsveranlagung kein Widerspruchsverfahren mehr möglich ist, sondern nur noch die gerichtliche Klage.

Michael Deppe, zertifizierte Berater für Grundwasser und in der Verwaltung zuständig für Abwasserfragen, riet den Anwohnern, unabhängig von der derzeitigen Diskussion zum Paragraphen 61a des Landesabwassergesetzes, vor Beginn der Baumaßnahmen die Abwasserleitungen auf ihren Grundstücken vorsorglich auf Dichtheit zu überprüfen.

Nach der „ausgesprochen konstruktiven Diskussion“ mit den Anwohnern, wagte Fachbereichsleiter Jürgen Tischbiereck einen weiteren Vorschlag, obwohl dieser bei der Entwurfsplanung zum Korbecker Weg am Montag vehement abgelehnt worden war: Die Anlage von Baumbeeten, die das Straßenbild nicht nur verschönern, sondern auch zur Verkehrsberuhigung in der 30er-Zone beitragen sollen. Diesmal wurde die Anregung positiver aufgenommen. Anwohner, die einen Baum vor ihrem Grundstück begrüßen würden, hinterließen am Abend ihre Adressen. Jetzt wird geprüft, wo Beete angelegt werden können. ▪ luka

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