Komplizierte Lkw-Bergung in Krummenerl

Der mit Stahrohren beladene Lkw drohte abzustürzen, die Bergung war kompliziert. ▪

MEINERZHAGEN ▪ „Da habe ich mich wohl verschätzt“, der Lkw-Fahrer aus Neuss nahm es mit Humor. Er wollte mit seinem Fahrzeug von der L 869 kurz vor Krummenerl nach rechts über eine kleine Brücke zu einer Firma abbiegen.

Dabei unterschätzte er wohl den Radius seines Lkw. Der Auflieger kippte nach rechts. Gehalten von dem Rest der abgeknickten Leitplanke hing der mit Stahlrohren beladene Laster gefährlich über den Rand der Brücke und drohte abzustürzen.

Ein Lkw-Bergungsteam aus Siegen rückte an und sicherte das Fahrzeug zunächst. Erst danach konnten Spezialisten den Hang zur Krummenau hinunterklettern, um zu schauen, wie ernst die Lage war. „40 Tonnen in Schräglage, das ist schon was“, sagte der Fahrer, der den gesamten Vorgang mit seinem Handy filmte – „für Facebook, das ist mein erster Unfall“.

Bilder von der Bergung

40 Tonnen in Schräglage

Um den Lkw zu bergen, rückte ein Kran an. Er sollte das Fahrzeug anheben und zurück auf die Straße heben. Doch zunächst musste das Bergungsteam den Lkw soweit stabilisieren und vorbereiten, dass das überhaupt möglich war. Problem: Der Bach hatte extreme Strömung, sodass die zur Bergung benötigte Leiter kaum den Wassermassen standhielt, der übrige Hang war zudem dicht bewachsen. Fast eine Stunde brauchten die Spezialisten für die Vorbereitungen.

Erst dann konnte der Kran ran. Die enge Straße und die Bewaldung forderten höchste Konzentration. Millimetergenau musste der Ausleger positioniert werden, um den Lkw gerade anheben zu können, ohne sich dabei in den Bäumen zu verfangen. Nach einigem hin und her, klappte es dann: Der Lkw schwebte, gehalten vom Kran, über dem Abgrund – sicher setzte ihn der Kranfahrer auf der Brücke ab.

Die L 869 war während der Arbeiten für circa zwei Stunden komplett gesperrt. ▪ lm

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