Initiative Pro Stadthalle fordert Komplettsanierung

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Kaum freie Stühle und eine Sitzanordnung wie im britischen Unterhaus: So saßen sich die Besucher am Mittwochabend gegenüber. Allerdings nicht in „Regierung und Opposition“ aufgeteilt.

Meinerzhagen - Klare Kante: Die Initiative zum Erhalt der Stadthalle favorisiert die auch in der Meinerzhagener Zeitung vorgestellte Variante zwei. Demnach ist aus Sicht der Initiative die Komplettsanierung von Stadthalle und Restaurant-Anbau die sinnvollste Lösung.

Wer geglaubt hat, mit der grundsätzlichen Mitteilung der Stadt zum Erhalt der Stadthalle und den hierzu angedachten drei Varianten würde das Interesse an den Veranstaltungen der Initiative „Pro Stadthalle“ nachlassen, sah sich am Mittwochabend getäuscht. Bis auf wenige freie Stühle, hiervon waren immerhin gut 50 im Gesellschaftsraum der Stadthalle aufgestellt, waren alle anderen besetzt.

Disco ist für 10. März geplant

Klaus Bohner begrüßte die Veranstaltungsteilnehmer und ging dann gemeinsam mit seinen Mitstreitern im Organisationsteam zur Tagesordnung über. Dabei ging es zunächst um eine Zwischenbilanz der bisherigen Aktivitäten. Diese umfassen nicht nur die Beschaffung der Werbematerialien, wozu auch die Tragetaschen mit dem Logo der Initiative gehören und von denen bisher 470 verkauft worden seien, sondern ebenso die für den 10. März geplante Disco. Angedacht sind außerdem Führungen durch das Gebäude sowie ein erneutes gemeinsames Singen am 1. Advent.

Nahtlos ineinander über gingen die folgenden Tagesordnungspunkte, bei denen es um den derzeitigen Sachstand und die Positionierung der Initiative im Hinblick auf die drei von der Verwaltung veröffentlichten Varianten ging. Getragen von einer grundsätzlich positiven Stimmung über die Kehrtwende im Allgemeinen, entwickelte sich eine sachliche Diskussion. Dabei stand für einige der Anwesenden die Frage im Raum, wie es zu dem Sinneswandel bei den bisherigen Befürwortern des Abrisses gekommen sei. „Es ist eine Frage der Glaubwürdigkeit und Transparenz und deswegen bin ich der Meinung, dass wir es erfahren müssen“, so die Aussage eines Teilnehmers, für die er mit einem kräftigen Applaus Zustimmung erhielt.

Die Frage der Gegenfinanzierung

In Richtung „Transparenz“ zielte auch die Frage von Michael Wette, dem ehemaligen Betreiber des La Provence. Er hinterfragte das weitere Vorgehen, falls das in Arbeit befindliche Sanierungsgutachten der Stadthalle einen hohen finanziellen Aufwand attestiert. Denn dann sei durch Rat und Verwaltung die Frage der notwendigen Gegenfinanzierung zu beantworten. Wie es in diesem Zusammenhang hieß, habe sich die Initiative bereits Gedanken über einen möglichen Förderverein gemacht, um die Finanzierungslast nicht alleine auf den städtischen Etat zu legen. „Wir wollen unsere Mithilfe anbieten und hoffen, dass das Angebot angenommen wird“, hieß es aus der Versammlung einmütig.

Lesen Sie hier alles zur Meinerzhagener Stadthalle

Angeboten werden soll diese Hilfe für die Realisierung der Variante zwei, weil diese aus Sicht der Initiative die praktikabelste und nachhaltigste Lösung für den Erhalt darstellt. Die entscheidenden Fakten für diese Entscheidung, will die Initiative noch in Kürze schriftlich zusammenfassen und veröffentlichen.

Inhaltlich sieht die Variante zwei als Vorschlag der Verwaltung vor, das gesamten Stadthallengebäude komplett zu sanieren. Dieses könnte in einem fortlaufenden Großprojekt oder über einen längeren Zeitraum jeweils in abgeschlossenen Teilabschnitten erfolgen (MZ berichtete). Über die weitere Entwicklung will die Initiative Mitte März in einer Versammlung beraten.

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