Nesselrath und CDU gewinnen klar, SPD verliert

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Großer Jubel im Meinerzhagener Ratssaal für den künftigen Bürgermeister: Jan Nesselrath (rechts), gemeinsamer Kandidat von CDU und SPD, erhielt 55,8 Prozent der Stimmen. Noch-Bürgermeister Erhard Pierlings (links) war einer der ersten Gratulanten.

Meinerzhagen - Es war ein langer Wahlabend mit einem strahlenden Sieger: Jan Nesselrath, gemeinsamer Bürgermeisterkandidat von CDU und SPD für Meinerzhagen, setzte sich klar gegen seine Mitbewerber durch. Klarer Gewinner der Ratswahl ist die CDU, die SPD verlor dagegen 4,8 Prozent.

Die Erleichterung war Jan Nesselrath, dem zukünftigen Bürgermeister von Meinerzhagen, nach Auszählung des letzten Wahlbezirks gegen 21.35 Uhr anzumerken: Er blickte kurz danach auf einen „sehr emotionalen und enorm anstrengenden“ Wahlkampf zurück. Die Freude war jedoch grenzenlos: „Im Moment ist das wie ein Traum.“ Jan Nesselrath holte 55,8 Prozent der Stimmen und setzte sich damit gegen seine drei Mitbewerber Michael Deppe (parteilos, 18,5 Prozent), Iris Laufer (parteilos, 13,4 Prozent) und Kai Krause (FDP, 12,3 Prozent) durch

Bis es zu ersten Emotionen im Ratssaal kam, dauert es ein wenig: Zu lange brauchte das Auszählen der insgesamt fünf Wahlzettel und zu angespannt war die Stimmung einiger Kandidaten, die sich das Erlebnis „vor Ort“ nicht nehmen ließen. Vertreter fast aller Parteien hatten sich im Saal eingefunden. Nur die Sozialdemokraten hatten die Auszählung traditionell im Awo-Treff verfolgt – um dort herbe Verluste zu verzeichnen. Klarer Gewinner der Kommunalwahl ist die CDU.

Mit 24,5 Prozent musste die SPD einen Verlust im Vergleich zur Kommunalwahl 2009 in Höhe von 4,8 Prozent hinnehmen – was sich allerdings nicht allzu deutlich auf die Zahl der Sitze im künftigen Rat niederschlägt (neun statt bislang zehn Sitze). Otmar Burja – auf Platz zehn der SPD-Reserveliste – wird so allerdings nicht mehr im Rat vertreten sein.

Leichte Verluste fuhren die Liberalen ein, die in Meinerzhagen mit 10,12 Prozent dem landesweiten Minus-Trend trotzten (2009: 11,4 Prozent). Und auch die Linke errang weniger Stimmen als vor fünf Jahren (1,9 statt 3,4 Prozent), an dem Ratsmandat für Georg Follert ändert sich aber nichts.

Kleines Wahllokal, großer Andrang: Im Alten Rathaus freute sich der Wahlvorstand insbesondere am Vormittag über regen Zulauf.

Zuwächse verzeichneten die UWG (von 9,1 auf 9,4 Prozent), die weiterhin drei Sitze einnimmt, sowie die Grünen (von 7 auf 7,5 Prozent), die damit sogar ein Ratsmandat mehr als vor fünf Jahren erringen konnten. Neu im Rat sind die Piraten, die erstmals zur Kommunalwahl in Meinerzhagen antraten und künftig durch Rudolf Hantschel vertreten sind.

Den meisten Grund zum Jubeln hatte jedoch die CDU: Der Applaus im Ratssaal nach Auszählung des ersten Wahlbezirks (Awo-Kindergarten, Direktmandat für Volkmar Rüsche) sollte symptomatisch für den Abend sein: Insgesamt 16 Christdemokraten setzten sich in den Wahlbezirken direkt duch. Allein Petra Gossen behielt im Bezirk 15 (Ebbehalle Valbert) für die SPD die Oberhand.

Aufgrund des Stimmenanteils der CDU rückt Wilfried Turk über die Reserveliste nach. Die Stimmenverteilung für die „kleinen“ Parteien führt außerdem insgesamt zu einem größeren Rat: Dieser setzt sich künftig aus 38 statt 34 Mandatsträgern zusammen. Hinzu kommt freilich der neue Bürgermeister – und der heißt Jan Nesselrath. -

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