Partnerschaften intensivieren – wer will mithelfen?

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Mitte September 2012 fand ein großes Partnerschaftsfest in Meinerzhagen statt. Damals sang die französische Fußballmannschaft im Stadion Oststraße die Marseillaise.

Meinerzhagen - Auf dem Papier gibt es sie in vielen Kommunen: Städtepartnerschaften. Mit Leben gefüllt werden sie hingegen nicht in allen Orten. Anders in Meinerzhagen. Nicht zuletzt durch das Engagement des langjährigen Vorsitzenden des Ausschusses für Städtepartnerschaften, Helmut Benninghaus, funktioniert der internationale Austausch in Meinerzhagen hervorragend.

Von Jürgen Beil

In Frankreich ist die Volmestadt freundschaftlich mit St. Cyr sur Loire (etwa 16 000 Einwohner) verbunden, in den Niederlanden mit Kampen (etwa 51 000 Einwohner). Schulen, Feuerwehr, Sportvereine und „normale“ Bürger – auf vielen Ebenen gab es Kontakte zu den europäischen Partnern und oft sind sogar Freundschaften über Ländergrenzen hinweg entstanden.

Um den Austausch nun auf eine noch breitere Basis zu stellen, wurde kürzlich das „Komitee Städtepartnerschaften“ gegründet (wir berichteten). Abseits von Politik und Verwaltung sollen hier Privatpersonen dazu beitragen, Begegnungen mit Kampen und St. Cyr auszubauen. Und diese „Interessengemeinschaft“ beginnt keineswegs bei Null. Helmut Benninghaus, Meinerzhagens „Außenminister“, wurde an die Spitze des Komitees gewählt – damit steht ein über Jahrzehnte erfahrener Meinerzhagener an der Spitze des zurzeit 25 Mitglieder starken Vereines.

„Wir haben uns nun vorgenommen, die Mitgliederzahlen auszubauen und noch mehr Menschen für internationale Partnerschaften zu begeistern“, erläuterte Helmut Benninghaus in einem Gespräch mit der MZ. Und was hat das Komitee seinen Mitgliedern zu bieten? „Wir organisieren zum Beispiel Reisen in die Partnerstädte, bei denen es natürlich auch Kontakt zu der einheimischen Bevölkerung gibt. Vorurteile abbauen, Bekanntschaften machen und Bräuche in den Partnerstädten kennenlernen, das macht den Reiz aus. Im übrigen haben wir mit beiden Partnerstädten großes Glück gehabt“, gerät Benninghaus ins Schwärmen. Und Schatzmeister Jörg Simon ergänzt: „Sprachprobleme hatten wir bei unseren Treffen übrigens noch nie. Das funktioniert erstaunlich gut, und wenn mit Händen und Füßen diskutiert wird.“

Stellvertreterinnen von Helmut Benninghaus an der Spitze des Partnerschafts-Komitee sind Lilian Tanzius und Karin Makereel, die niederländisch beziehungsweise französisch sprechen und notfalls übersetzen können. Auch sie schwärmen von den Beziehungen zu den Partnerstädten: „Das ist etwas ganz anderes, als privat Urlaub in den Niederlanden oder Frankreich zu machen. Man lebt oft in Familien, gehört einfach dazu. Den Reiz machen dann oft Kleinigkeiten aus, wie etwa das zu essen, was auch die Einheimischen essen“, erklärt Lilian Tanzius.

Am 9. November steht nun die erste Fahrt des neuen Komitees auf dem Programm – es geht für einige Tage ins etwa 800 Kilometer entfernte St. Cyr an die Loire. Schon diese Tour könnten neue Mitglieder natürlich mitmachen. Eingeladen sind aber auch Nichtmitglieder. „Wer bei uns eintritt, unterstützt dadurch unsere Interessen und hilft, die Partnerschaften zu stärken“, wirbt Helmut Benninghaus. Teuer ist eine Mitgliedschaft übrigens nicht: Erwachsene zahlen 30 Euro im Jahr, Familien 50 Euro, „juristische Personen“ 100 Euro und Schüler und Studenten zehn Euro. Kontaktpersonen sind Helmut Benninghaus (Tel. 0 23 54/30 18), Jörg Simon (0 23 58/13 08), Karin Makereel (0 23 59/47 51) oder Lilian Tanzius (0 23 54/90 30 75.

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