Körnerteppich vor dem Altar der Kapelle in Grotewiese

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Viele Stunden haben die Damen an dem kleinen Kunstwerk gearbeitet. Ein Bild von Fátima – nur aus vielen unterschiedlichen Körnern.

Valbert/Grotewiese - Der Oktober ist der Rosenkranz-Monat. Das nahmen drei Frauen der katholischen Gemeinde zum Anlass, einen Körnerteppich vor dem Altar der Kapelle in Grotewiese zu fertigen.

Bereits zum vierten Mal haben Annegret Kliemann, Doris Schnüttgen und Klaudia Alschner seit August in über 100 Stunden in akribischer Kleinarbeit ein wunderschönes Bild nach Motiven von Fátima gefertigt.

Der Überlieferung nach ist am 13. März 1917 den drei Hirtenkindern Lúcia dos Santos mit den Geschwistern Jacinta und Francisco Marto in dem portugiesischen Dorf Fátima die Gottesmutter erschienen. Den drei Seherkindern war bei der Erscheinung jeweils aufgetragen worden, ihre Mitmenschen den Ruf zur Umkehr, Buße und Rosenkranzgebet zu verkünden. Sie hatten die Erscheinung der Gottesmutter Maria jeden Monat am 13., aber da mit der Zeit die Anzahl der Schaulustigen immer größer wurde, kündigte die Erscheinung für den 13. Oktober 1917 ein Wunder an, das von Zehntausenden von Anwesenden bezeugt wurde.

Es war ein „Sonnenwunder“. Danach brachen nach einem Regenschauer die Wolken auf und die Sonne schien sich wie ein Feuerrad zu drehen und dabei ungewöhnliche Bewegungen zu vollziehen. Mit diesem Höhepunkt endeten die Marienerscheinungen in Fátima. Bereits 1930 erklärte der Bischof von Leiria die Erscheinung für glaubwürdig und gestaltete die öffentliche Verehrung „Unserer Lieben Frau von Fátima“ an diesem Ort. Genau 100 Jahre später hat Papst Franziskus bei seinem Besuch in Fátima die beiden Geschwister Francisco und Jacinta, die bereits im frühen Alter von zehn und neun Jahren gestorben waren, heiliggesprochen. Für das dritte Kind, die Cousine Lúcia dos Santo, die 2005 mit 98 Jahren starb, läuft ein Seligsprechungsverfahren.

Für das vor dem Altar gestaltete Bild haben die Frauen Mais, Haferflocken, Sonnenblumenkerne, Pfefferkörner, Reis, Linsen, Wachholderbeeren, Petersilie und viele andere Gartenkräuter verwendet. Der Himmel wurde aus Hagelzucker und Blaumohn gestaltet. Eingerahmt ist das Bild von herbstlichen, zum Teil blühenden Pflanzen, die auch in der Region wachsen. Zudem haben die Frauen zum Erntedankfest den Altar mit Gemüse, Früchten und sonstigen Lebensmitteln malerisch geschmückt. Bis zum 25. Oktober ist der Körnerteppich vor dem Altar zu bewundern. Die malerische Kapelle ist jeden Tag von 9 bis 19 Uhr geöffnet. Zudem finden jeden Mittwoch um 17 Uhr Rosenkranzandachten statt und jeden Samstag um 17 Uhr sind die Gläubigen zur Vorabendmesse geladen.

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