Einnahmen durch Strafzettel sinken um fast 40 Prozent

Weil die Ordnungsamts-Mitarbeiter im vergangenen Jahr weniger Außentermine wahrnehmen konnten, wurden seltener „Knöllchen“ ausgestellt. - Archivfoto: Zacharias

Meinerzhagen - Angesichts der leeren Stadtkasse könnte mancher Autofahrer befürchten, dass die Kommune bei den „Park-Knöllchen“ immer mehr zulangt, um die Finanzen zu sanieren. Aber: weit gefehlt.

Waren es 2014 noch 3134 Verwarngelder, die an nicht korrekt abgestellte Fahrzeuge im Stadtgebiet „gepappt“ wurden, lag diese Zahl 2015 nur noch bei 1841. Das bedeutet einen Rückgang um 41,25 Prozent. Folgerichtig, dass auch die absoluten Einnahmen sanken – um 39,5 Prozent. 35 248,60 Euro „generierten“ die heimischen Ordnungsamts-Mitarbeiter 2015. Ein Jahr davor spülten sie noch 58 231,50 Euro in die städtische Kasse. Die „krummen“ Summen ergeben sich dabei übrigens aus Gebühren, beispielsweise für Mahnungen.

Dass falsches Parken in der Volmestadt im vergangenen Jahr deutlich weniger sanktioniert wurde, liege daran, dass „personalbedingt“ nicht mehr so viele Außeneinsätze durchgeführt werden konnten wie in früheren Zeiten, hieß es aus dem Rathaus.

Parken im Halteverbot und auf dem Gehweg und das Überziehen der vorgegeben Höchstparkdauer sind die Vergehen, die in Meinerzhagen am häufigsten bestraft werden. Die „Preisspanne“ liegt dabei zwischen 10 und 30 Euro. Fünf-Euro-Strafzettel gibt es nicht mehr.

Falschparker werden grundsätzlich im ganzen Meinerzhagener Stadtgebiet „verfolgt“ – dennoch gibt es nach den Erfahrungen der Ordnungsamts-Mitarbeiter einige „Brennpunkte“: Der neugestaltete Parkplatz an der unteren Kampstraße, der Kapellenweg, der Parkplatz an der Sparkasse und Parkflächen an der Hauptstraße führen die „Hitliste“ an. Meistens wird dabei die Höchstparkdauer überschritten – einfach zu kontrollieren durch die vorgeschriebene Parkscheibe.

Mit Einsicht über ihr eigenes Fehlverhalten rechnen die städtischen Mitarbeiter dabei nicht unbedingt. Es gibt immer wieder Parksünder, die aus Prinzip nichts Unrechtes in ihrem Verhalten erkennen wollen. Doch nicht alle Verkehrsteilnehmer sind derart gleichgültig. „Sobald wir einmal intensiv an einer Straße kontrolliert haben, nimmt die Zahl der Falschparker dort für die nächsten Wochen rapide ab“, hat man bei der Stadt beobachtet.

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