Rummel an der Stadthalle

Endlich wieder (Pop-up) Kirmes

Heiner Aufermann möchte den Meinerzhagenern nach vielen Monaten der „Abstinenz“ wieder das Kirmesgefühl zurückgeben.
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Heiner Aufermann möchte den Meinerzhagenern nach vielen Monaten der „Abstinenz“ wieder das Kirmesgefühl zurückgeben – auch wenn der Rummel an der Stadthalle deutlich kleiner ist, als in den Zeiten vor Corona.

Heiner Aufermann freut sich, dass er wieder in Meinerzhagen ist. Denn der Schausteller ist froh, dass sich das Karussell wieder drehen wird, die Kinder-Eisenbahn rollt, die kleinen Entchen geangelt werden und verschiedene süße und deftige Spezialitäten an Rummel-Besucher verkauft werden können.

Meinerzhagen – In Meinerzhagen ist wieder Kirmes. Von diesem Freitag bis einschließlich Sonntag, 15. August, wird auf dem Platz an der Stadthalle, Höhe Eingang Stadtbücherei, wieder zum Pop-up-Rummel eingeladen. Geöffnet ist täglich von 13 bis 19 Uhr. „Sollte die Resonanz groß sein und das Wetter gut, können wir auch bis 20 Uhr öffnen“, ist die Vorfreude bei Heiner Aufermann zu spüren.

Es gibt Regeln

Corona lässt sich nicht wegdiskutieren. Auch nicht auf dem Rummel. Und so gelten auch in diesem Jahr wieder bestimmte Regeln. Jeder Mitarbeiter wird in seiner Bude einen Mundschutz tragen, Gruppenbildung unter den Besuchern ist zu vermeiden. Außerdem wurde der Kirmesplatz eingezäunt und auf dem Gelände stehen Hygienestationen bereit. Heiner Aufermann und seine Kolleginnen und Kollegen werden auch ein wachsames Auge darauf haben, dass nicht zu viele Menschen auf einmal das Gelände bevölkern. Am Eingang wird zudem eine Hygienegebühr in Höhe von einem Euro erhoben. Dadurch, so Aufermann, habe man auch eine zusätzliche Kontrolle, was die Anzahl der Besucher angehe.

Und was wartet auf die Gäste? Süßwaren, Spiralkartoffeln, ein Hot-Dog-Stand, an dem sich die Kunden ihre Zutaten selbst zusammenstellen können, eine Kinder-Eisenbahn, ein Kinderkarussell, Entenangeln, und Verkaufsstände mit Crêpes, Eis und Nachos. „Und Anfang der Woche erwarten wir noch einen Kollegen, der mit einem Greifer-Automaten kommen will. Insgesamt werden wir neun verschiedene Angebote haben“, erläutert Heiner Aufermann.

Unsicherheit und Existenzängste

Der Spezialist in Sachen Kirmes freut sich auf die kommenden Tage, zeichnet allerdings insgesamt gesehen ein eher düsteres Bild, was die aktuelle Situation seines Berufsstandes angeht: „Die meisten Veranstaltungen finden immer noch hinter Zäunen statt. Und man weiß einfach nicht, wo die Reise in dieser Pandemie hingehen wird. Für viele Kollegen ist es nicht mehr 5 vor 12, es ist bereits 13.20 Uhr. Normalerweise haben wir etwa 25 bis 30 Kirmes-Veranstaltungen pro Jahr, im Moment sind es vielleicht sieben oder acht. Aber der Spatz in der Hand ist besser als die Taube auf dem Dach.“

Dabei glaubt Heiner Aufermann, dass er und seine Kollegen „Kirmes“ auch in Zeiten von Corona können: „Das haben wir in den vergangenen Monaten doch gezeigt. Wir haben viel investiert. Beispielsweise in Zäune und Hygienestationen oder zusätzliche Waschtische, an denen die Hände gereinigt werden können.“

Staatliche Hilfen habe es auch gegeben. Aber: „Diese Unterstützung war gut, sie läuft aber schleppend. Für viele von uns geht es schlicht und einfach um das finanzielle Überleben. Es sind schwere Zeiten.“

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