Immer wieder kleinere Brandstiftungen

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Leer stehende Gebäude sind oft Ziel für Vandalismus. Das ist auch an der Fröbelstraße so.

Meinerzhagen - Brandstiftungen sind Straftaten und haben oft einen kriminellen Hintergrund, wie zum Beispiel Versicherungsbetrug. Doch in Meinerzhagen werden offensichtlich auch Brände nur zum Spaß gelegt. Ein gefährliches Spiel mit dem Feuer.

Das letzte Beispiel einer solch vollkommen sinnlosen Tat beschäftigt die Polizei immer noch: Am Sonntag gegen 18 Uhr wurde Papier im leerstehenden Ladenlokal an der Fröbelstraße angezündet. Die Feuerwehr rückte aus – die Kosten für die Einsatzkkräfte übersteigen den Sachschaden bei weitem. Ärgerlich – aber immerhin wurde niemand verletzt. Der oder die Täter sind unbekannt.

Ob in den vergangenen Wochen ein brennender Gartenstuhl „Unterm Hestenberg“, ein Kleinbrand Mitte des vergangenen Monats am Korbecker Weg oder Abfalleimer, die vermutlich aus Übermut in einer lauen Sommernacht angezündet wurden – die Feuerwehr kennt genügend Fälle von Brandstiftung. „Aber häufig bekommen wir auch gar nicht mit, wenn irgendwo etwas im Verborgenen brennt“, glaubt der stellvertretende Wehrleiter Ulrich Blumenrath. Dass es in Meinerzhagen allerdings zu einer gefährlichen Häufung dieser Vorfälle kommt, verneint der Stadtbrandinspektor. Und dennoch weiß der Fachmann in Sachen Brandbekämpfung: „Jedes Feuer stellt immer eine Gefahr dar und es kann sich ausbreiten.“

Als junge Erwachsene und Jugendliche sich in diesem Sommer das inzwischen nicht mehr zu befahrende Gelände Auf der Freiheit als Ort für Vandalismus ausgesucht hatten, spielte Feuer ebenfalls eine Rolle. Am dortigen Bolzplatz wurde gezündelt. Eine zu der damals sehr trockenen Jahreszeit nicht ungefährliche Situation.

Gibt es jetzt an anderen Orten in der Stadt neue Schwerpunkte für Randale und neue Bereiche, an denen sich Störenfriede tummeln, zum Beispiel an der Fröbelstraße? Georg Heuel von der heimischen Kripo sieht da keine größeren Probleme auf die Bürger zukommen. Aber: „Leerstände wie dort ziehen solche Menschen an. Und hat der Vandalismus an einem Ort erst einmal begonnen, ist die Entwicklung kaum noch aufzuhalten.“

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