Böschung neben den Bahngleisen brennt

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Aus bisher ungeklärter Ursache brannte am Ende der Straße Unterm Bamberg ein kleiner Bereich der völlig ausgetrockneten Bahnböschung. Die Feuerwehr verhinderte Schlimmeres.

Meinerzhagen - Dass Wald- und Wiesenbereiche immer noch „knüppeltrocken“ sind und die Brandgefahr keineswegs gebannt ist, zeigte sich am Dienstag.

Gegen 10 Uhr wurde der Feuerwehr-Löschzug 1 zu einem Brand gerufen, der sich im Böschungsbereich neben der Straße Unterm Bamberg auszubreiten drohte. In diesem Fall waren die Flammen schnell gelöscht. 14 Wehrmänner waren mit Tanklöschfahrzeug, Einsatzleitwagen und Löschfahrzeug angerückt. Ein kräftiger Wasserstrahl auf den wenige Quadratmeter großen Brand unmittelbar direkt neben den Eisenbahngleisen reichte aus, um der Situation Herr zu werden.

Doch große Flächenbrände sind immer noch ein Szenario, mit dem sich auch die Meinerzhagener Feuerwehr auseinandersetzen muss. Spätestens im Hitze-Sommer 2018 steht dieses Thema auch bei der heimischen Feuerwehr ganz oben auf der Agenda. Ist die Wehr vorbereitet, wenn sich zum Beispiel im waldreichen Ebbe ein Großfeuer entwickelt? 

Der stellvertretende Leiter der heimischen Feuerwehr Christian Bösinghaus glaubt ja: „Wir sind wirklich gut ausgerüstet und würden der Situation Herr.“ Dass nicht immer eigene Kräfte und eigenes Material ausreichen, um wirklich große Feuer zu löschen, haben allerdings die Waldbrände in Altena gezeigt. Vor wenigen Wochen waren in der Burgstadt Feuerwehreinheiten aus dem gesamten Kreisgebiet im Einsatz, denen es letztlich gelang, in Waldgebieten am Hegenscheid und Wixberg Katastrophen zu verhindern.

Und genau darauf setzt Bösinghaus auch bei Großbränden auf Meinerzhagener Stadtgebiet: „Das Land Nordrhein-Westfalen ist in Sachen Brandbekämpfung gut aufgestellt. So gibt es in Olpe beispielsweise den Wasserförderzug. Der würde auch in der Volmestadt eingesetzt, wenn Verstärkung nötig wäre.“

Löschflugzeuge als letztes Mittel im Kampf gegen Flächenbrände gibt es in Deutschland allerdings nicht. „Dafür können wir, wenn es nötig ist, Löschhubschrauber über die Lüdenscheider Kreisleitstelle anfordern. Die werden sowohl bei der Bundeswehr als auch bei der Bundespolizei vorgehalten“, erläutert Bösinghaus.

Mit Feuerwehr-Fahrzeugen jedenfalls sind viele Gebiete gerade im Ebbe nicht zu erreichen. „Hier würden wir dann unter Umständen kilometerlange Schlauchleitungen legen“, erklärt Bösinghaus. Und eine Taktik sei ebenfalls nicht zu unterschätzen: die gute alte Muskelkraft. Bösinghaus: „Die Flanken des Feuers einsäumen, Schneisen schlagen. Das ist mühselig, aber sehr wirksam.“

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