Mittendrin

Bürgerzentrum ohne Bürger

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Die hauptamtliche Mitarbeiterin Martina Bettinger und der ehrenamtliche Mitarbeiter Suren Stepanyan mit dem zusätzlichen Spielzeug in einem Teilbereich des Cafés – diese Angebotsfläche wird durch die vorübergehende Schließung des Gastraums als Folge der Corona-Sicherheitsmaßnahmen möglich.

Meinerzhagen – Martina Bettinger und Beate Fernholz vom Bürgerzentrum Mittendrin mussten sich umgewöhnen. Wo früher viele Menschen ein- und ausgingen, bei Snacks oder Kaffee und Kuchen angeregte Gespräche geführt wurden, herrscht jetzt Ruhe.

Das Begegnungscafé im Sozialen Bürgerzentrum „Mittendrin“ am Prumbomweg ist seit dem 16. März geschlossen. Lockdown. Die Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus wäre einfach immer noch zu groß. Das wissen auch die beiden fest angestellten Mitarbeiterinnen des Bürgerzentrums.

Hoffnung auf bessere Zeiten

Und so bleibt Martina Bettinger beim Begegnungscafé nur die Hoffnung auf bessere Zeiten: „Wir leben im ,Mittendrin’ von ehrenamtlichem Engagement. Unsere Helferinnen und Helfer sind allerdings fast alle schon älter. Damit gehören sie zur Risikogruppe. Und weil wir kein Risiko eingehen möchten, haben wir das Café noch nicht wieder geöffnet. Die Gesundheit geht in diesen Zeiten halt vor.“ Und ob es den ehrenamtlichen Kräften überhaupt zuzumuten wäre, täglich vier Stunden lang mit Masken „herumzulaufen” sei ebenfalls fraglich, fügt Bettinger hinzu.

Mittagessen fällt aus

 Auch das beliebte Mittagessen, das jeden Freitag angeboten wurde, fällt dem Lockdown natürlich zum Opfer. Doch die Schließung des beliebten und normalerweise stark frequentierten Ortes der Begegnung gilt nicht für die Ewigkeit. 

Neue Bewertung im August

Im August wird die Situation auch im „Mittendrin“ neu bewertet. Vielleicht ist es danach möglich, eine vorsichtige Öffnung zu versuchen. Ob das funktioniert, hängt natürlich maßgeblich von den Ehrenamtlichen ab. „Einige von ihnen sind in der Corona-Pause auch abgesprungen und stehen nicht mehr zur Verfügung“, berichtet Martina Bettinger. Sie hofft dennoch, dass bald wieder Leben ins Café einzieht. „Aber man muss natürlich auch berücksichtigen, dass wir nur eine bestimmte Anzahl an Besuchern einlassen dürften, wegen der strengen Auflagen. Und ob der Aufwand, den wir beim Lebensmittel-Einkauf und beim Zubereiten der Speisen treiben müssten, dann überhaupt lohnt, ist unklar“, weiß auch die hauptamtliche Mittendrin-Mitarbeiterin nicht, wie es genau weitergeht.

Auf dem Bild die ehrenamtlich tätige Mitarbeiterin Olga Odnoposov in der Kleiderkammer des Sozialen Bürgerzentrums Mittendrin.

In diesen schwierigen Zeiten können Beate Fernholz und Martina Bettinger sich dennoch täglich über Besuch freuen. Seit dem 4. Mai ist die Kleiderkammer im „Mittendrin“ wieder geöffnet. Dort gibt es „hochwertige und saubere Kleidung gegen eine Spende“. Das Angebot stößt in Zeiten der Pandemie auf großes Interesse in der Bevölkerung, das haben die beiden Mitarbeiterinnen festgestellt. Eine Tatsache, über die beide sehr froh sind.

Viele Spielzeugspenden

Martina Bettinger: „In den vergangenen Wochen haben wir auch viele Spenden hereinbekommen, darunter schönes Spielzeug. Das haben wir jetzt für unsere Kunden im Begegnungscafé aufgebaut.“ Ein Service ist im „Mittendrin“ nach wie vor verfügbar: Die Beratungsangebote könnten größtenteils genutzt werden. Was wann und wo angeboten wird, kann unter der Rufnummer 0 23 54/91 16 60 erfragt werden.

Öffnungszeiten

Die Kleiderkammer ist montags, mittwochs und freitags von 10 bis 14 Uhr geöffnet. Dienstags und donnerstags ist von 12 bis 16 Uhr geöffnet. Zutritt haben dann nicht mehr als drei Personen gleichzeitig. Es gilt die Pflicht zum Tragen eines Mund-/Nasenschutzes und zur Desinfektion der Hände.

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