Erneuerung der Kläranlage: Eine saubere Sache für Hardenberg

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Die Kläranlage in Hardenberg liegt am tiefsten Punkt des Dorfes.

Meinerzhagen - Sauberkeit hat ihren Preis: 100 000 Euro mehr als erwartet – und damit doppelt so teuer – wird die Erneuerung der Kläranlage in Hardenberg. Das Projekt war Thema im Rat.

„Das war eine sehr komplexe Aufgabenstellung.“ Mit dieser kurzen Aussage leitete Verwaltungsmitarbeiter Florian Sönnecken seine Erläuterungen zum Projekt „Hardenberg“ ein. Dabei geht es um die bauliche Ertüchtigung der Kläranlage in Hardenberg. Wer diese entdecken will, ist gut damit bedient, eine physikalische Grundregel zu kennen: Wasser, egal ob sauber oder verschmutzt, fließt grundsätzlich bergab. Dementsprechend wurde die Kläranlage auch am tiefsten Punkt des kleinen Dorfes errichtet. Und das in der aktuell existierenden Variante vor bereits mehr als 20 Jahren.

Die damals hierfür erteilte Genehmigung lief jedoch Ende August 2017 aus – und so musste das Antragsverfahren für die Folgeerlaubnis starten. „Dafür mussten Berechnungen und Überlegungen angestellt werden, für die besonders die örtlichen Kenntnisse wichtig waren. Hier hatten wir gegenüber auswärtigen Ingenieurbüros deutlich Vorzüge“, weiß Florian Sönnecken zu berichten. In Absprache mit dem Märkischen Kreis als Genehmigungsbehörde überplante er die bestehende Anlage. 

Vorgesehen ist nun, dass die beiden Vorklärbehälter erhalten bleiben. Die Tropfkörper und die Nachklärung sind jedoch komplett in Form einer sogenannten SBR-Anlage (Sequentielle Biologische Reinigung) zu erneuern. Eine Art der Klärtechnik, die seit vielen Jahren mit guten Ablaufergebnissen an der Kläranlage Ebberg eingesetzt wird. Seit Mai liegt eine wasserrechtliche Erlaubnis für die neue Hardenberger Anlage vor. 

Am Montag befasste sich der Rat mit dem Thema. Bei der Ausführungsplanung und Erstellung des Leistungsverzeichnisses war jedoch deutlich geworden, dass das Projekt 100 000 Euro mehr kostet, als zunächst erwartet worden war. Dies erklären die Fachleute vor allem mit den Auflagen der wasserrechtlichen Genehmigung, die äußerst komplizierte Umsetzung der geplanten Baumaßnahme mit beengtem Platzbedarf sowie der allgemeinen Kostensteigerung. Mit den nun insgesamt bewilligten 200 000 Euro soll die Maßnahme jetzt ausgeschrieben und anschließend vergeben werden. Die Verwaltung erhofft sich von dieser frühzeitigen Vorgehensweise günstigere Angebote der Tiefbauunternehmen, da diese dadurch langfristiger planen können. Die eigentlichen Arbeiten starten dann im Jahr 2020.

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