Pfarrei St. Maria Immaculata

Wichtige Wahlen vor einem "Jahrhundertprojekt" der Pfarrei

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Am 7. und 8. November wird in den katholischen Gemeinden in Meinerzhagen und Kierspe der Kirchenvorstand gewählt.

Meinerzhagen/Kierspe - Die Vorstandswahlen in der Pfarrei St. Maria Immaculata könnten richtungsweisend sein - darauf weist Pfarrer Thorsten Rehberg in einem Wahlaufruf hin

Die Pfarrei steht vor großen Veränderungen – die MZ berichtete bereits. Da eine Veränderung nicht vom Bistum verordnet, sondern im Dialog mit den Gemeindemitgliedern umgesetzt werden soll, ist das Engagement jedes Einzelnen unabdingbar. Und Bestandteil dieses Einsatzes kann bereits die Wahl des neuen Kirchenvorstandes sein, die am Wochenende des 7. und 8. Novembers in Meinerzhagen und Kierspe ansteht.

In einer Sonderausgabe des Gemeindebriefs weist Pfarrer Thorsten Rehberg ausdrücklich auf die Bedeutung der Wahl hin, durch die immerhin die Hälfte des amtierenden Vorstandsteams neu gebildet wird. Die sechsjährige Amtszeit von Alois Jüstel, Hans-Georg Kurzawski, Norbert Laufer und Michael Thiele endet – sie alle stellen sich allerdings erneut zur Wahl. Prof. Erwin Schwab wiederum tritt nicht erneut an. Dass auf den neuen Kirchenvorstand eine große Herausforderung wartet, daraus macht Thorsten Rehberg in seinem Wahlaufruf keinen Hehl. Schließlich müsse die Pfarrei gemeinsam mit dem Pfarrgemeinderat und den Gemeinderäten durch den Pfarreientwicklungsprozess geführt werden, bei dem bis 2020 40 Prozent des Haushalts eingespart werden müssen, um überlebensfähig zu sein.

 „Wenn das wirtschaftliche Überleben und der Erhalt der Gemeinden zugleich gelingen soll, braucht es wagemutige Denker und Macher, die sich von denen getragen wissen, für die sie all das angehen“, betont Rehberg. Und er wird noch deutlicher: „Tun wir nichts und alles bleibt, wie es ist, dann ist die Pfarrei in vier Jahren tot oder mit einer anderen fusioniert. Und wozu sollte das gut sein?“

Zur Wahl stehen:

Manfred Gerhard, Michael Thiele (Valbert); Alois Jüstel, Hans-Georg Kurzawski, Klaus Ostermann (Kierspe); Marc Kostewitz, Udo Krischker, Norbert Laufer, Volkmar Rüsche und Dr. Klaus Welschof (Meinerzhagen).

Um jenes Team, das wichtige Entscheidungen mittragen muss, demokratisch zu legitimieren, ruft Rehberg alle Gemeindemitglieder zur Wahrnehmung ihres Wahlrechts auf. Wenngleich es sicher auch eine „Kirchenverdrossenheit“ gebe, „aber wenn wir als Pfarrei das Jahrhundertprojekt, das vor uns liegt, nicht in den Griff bekommen, wird auch nichts übrig bleiben, worüber man verdrossen sein kann.“

Gewählt werden kann am Samstag, 7. November, jeweils von 16.45 bis 18 Uhr in St. Engelbert Rönsahl und St. Maria Magdalena Grotewiese sowie von 18 bis 19.30 Uhr in St. Marien Meinerzhagen und von 18.15 bis 19.30 Uhr in St. Josef Kierspe. Am Sonntag, 8. November, kann jeweils von 9.15 bis 10.45 Uhr in St. Marien Meinerzhagen und St. Christophorus Valbert sowie von 10.45 bis 12.15 in St. Josef Kierspe und von 11 bis 12.15 Uhr in St. Martin Meinerzhagen die Stimme abgegeben werden. Auch eine Briefwahl ist nach Antrag unter Tel. 0 23 54 / 22 66 möglich. Auf den Zetteln sind von den zehn Kandidaten fünf zu wählen. Der Kirchenvorstand ist das gesetzliche Vertretungsorgan der Kirchengemeinde und verwaltet das Kirchenvermögen. Er trifft unter anderem auch Personalentscheidungen, entscheidet über Baumaßnahmen und stellt den Haushalt auf.

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