Kirche St. Peter ist „profaniert“

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Dieter Herzog kämpfte lange für den Erhalt der Kirche St. Peter – jetzt gehen die Lichter dort aus. ▪

HUNSWINKEL ▪ Mit Wirkung vom 18. März hat der Bischof von Essen, Dr. Franz-Josef Overbeck, die „Profanierung“ der Kirche St. Peter am See in Hunswinkel verfügt.

Der Beschluss erfolgte auf Antrag des Kirchenvorstandes der katholischen Kirchengemeinde St. Maria Immaculata, Meinerzhagen-Kierspe. Damit ist das Gebäude nun formell keine „Kirche“ mehr und kann für andere Zwecke genutzt werden.

Vor dieser Maßnahme wurden auch der Pfarrgemeinderat und der Priesterrat des Bistums angehört. St. Peter kann nun einer anderen Nutzung zugeführt, umgebaut, abgebrochen und natürlich auch verkauft werden. Konkrete Pläne bestehen laut Auskunft der Gemeinde aber noch nicht.

Die Kirche St. Peter wurde 1964 bis 66 von dem bekannten Kirchenarchitekten Hans Schulling erbaut. Sie diente der ehemaligen Pfarrei St. Christophorus in Valbert als Filialkirche, besonders auch für die Campingseelsorge, die aber nach eigener Aussage nie recht „in Gang“ kam. Im Zuge der Umstrukturierung des Bistums Essen 2006 bekam sie den Status einer „weiteren Kirche“, das bedeutete, dass keine Kirchensteuer-Zuweisung mehr erfolgte. Bis Anfang 2009 fanden dennoch wöchentlich Gottesdienste am Vorabend des Sonntags statt, danach bis Weihnachten 2009 nur noch monatlich.

„Da die Zahl der Gottesdienstteilnehmer sehr gering geworden war und der angedachte Förderverein den bald anfallenden größeren Sanierungsbedarf nicht hätte tragen können, wurde Anfang 2010 der Profanierungsprozess eingeleitet“, heißt es in einer Pressemitteilung der Kirchengmeinde St. Maria Immaculata.

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