Kinderolympiade beim Reitverein Meinerzhagen

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Vier „Nationen“ mit seltsam klingenden Namen gingen unter eigener Flagge an den Start. ▪

MEINERZHAGEN ▪ Zur „Meinerzhagener Internationalen Olympiade“ hatte von Montag bis Mittwoch der Reit- und Fahrverein Meinerzhagen seine jungen Mitglieder eingeladen. 20 Kinder im Alter von sechs bis 15 Jahren verbrachten gemeinsam drei spannende und unterhaltsame Tage und Nächte, die mit einem gemeinsamen Grillabend, zu dem auch die Eltern eingeladen waren, ausklangen.

In der Remise des Vereins hatten die Kinder mit ihren Betreuerinnen Iris Halfmann, Iris Laufer sowie Jenni, Gewa und Lulu das olympische Zeltdorf aufgebaut. Aufgeteilt in vier „Nationen“ mit den seltsamen aber klangvollen Namen Brarea, Wregoner, Karnether und Lahfinger verpflichteten sich die Kinder unter den selbstgestalteten Flaggen zu einem fairen Wettkampf, bevor die Spiele mit einem Verkleidungslauf eröffnet wurden.

Dann sorgte ein Sechs-Bein-Lauf, wobei die Füße der Teilnehmer aneinandergebunden wurden, für viel Vergnügen. Tauziehen, Weitwerfen und mit Steinen möglichst viel Gewicht sammeln waren weitere Disziplinen an diesem ersten Tag, der danach aber noch lange nicht vorbei war. Denn auf die Kinder warteten bei einer Nachtwanderung weitere Attraktionen und so manche Schrecksekunde.

Bei einer Fühlstation galt es beispielsweise verschiedene Materialien zu ertasten wie Sand oder Mesch, aber auch glitschige Makkaroni. Einen weiteren gruseligen Moment erlebten die Kinder, als sie mit der Hand im Gummihandschuh ein Astloch erkundeten und plötzlich festgehalten wurden. Betreuerin Iris Laufer musste aber erkennen, dass sie die jungen Nachwanderer unterschätzt hatte. Als sie eine der jüngsten Teilnehmerinnen an die Hand nahm, um ihr in der Dunkelheit Mut zu machen, wurde sie energisch zurechtgewiesen mit den Worten: „Kannst Du eigentlich nicht alleine gehen?“

Kaum waren die Kinder endlich sicher in ihre Schlafsäcke geschlüpft, wurde das Nachtprogramm von einem Gewitter fortgesetzt. Von der nahezu schlaflosen Nacht konnten sich die Olympioniken am Dienstag bei einem Schönheitwettbewerb für Pferde und einem Freibadbesuch erholten. Bei einer Partnermassage, zu der die 19 Mädchen von Physiotherapeutin Lisa Tenzer angeleitet wurden, klang der zweite Tag aus. Lennart, der einzige Junge, der die weibliche Mehrheit lakonisch als „nicht so schlimm“ beschrieb, konnte ihn mit Treckerfahren beenden.

Geschicklichkeitspiele, Perlenbasteln und weitere Wettkämpfe mit anschließender Siegerehrung bestimmten den dritten und letzten Tag der Olympiade, die nach Meinung der Betreuerinnen ausgesprochen harmonisch verlaufen war. An diesem Tag fanden die Kinder auch heraus, welche Bedeutungen sich hinter den seltsamen Ländernamen versteckte. Es handelte sich dabei nämlich um Anagramme, die durch Buchstabenumstellung zu den auf einem Reiterhof gebräuchlichen Worten Araber, Norweger, Trakehner und Haflinger führten.

Luitgard Müller

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