St. Martin: Viel Platz zum Toben und Entdecken

Sofia und Mia sind in der Bastelecke anzutreffen. Erzieherin Bettina Reinert bewundert ihren frisch geklebten Pappschmuck.

Meinerzhagen -  Mia und Sofia sitzen am Basteltisch und sind emsig damit beschäftigt, ein Armband aus Pappe zu kreieren. „Für Mama“, erklärt Sofia und erzählt, was sie an ihrem „neuen“ Kindergarten richtig toll findet: „Wir haben jetzt einen Verkleidungsraum mit Spiegel!“

Von Simone Benninghaus

Vor diesem bewundert sich gerade Lana. Sie ist heute Prinzessin. Philip hat es sich derweil in der Kuschelhöhle gemütlich gemacht. Im Kindergarten St. Martin sind gerade alle dabei, sich nach dem Umbau wieder in ihren alten Räumen einzugewöhnen.

„Kinder, Eltern und wir Erzieherinnen sind alle begeistert“, freut sich die Leiterin des Katholischen Familienzentrums St. Martin, Marlies Fernholz, dass die Erweiterung des Kindergartens nach einem Jahr Bauzeit nun endlich vollendet ist. Fast jedenfalls, denn im Untergeschoss mit Keller- und Turnräumen ist immer noch eine Baustelle.

Bereits zwei Tage vor Beginn der Sommerferien sind die beiden Gruppen wieder vom Pfarrheim gegenüber in den Kindergarten gezogen. Hier haben alle nun jede Menge Platz, verteilt auf zwei Etagen. „Die Kinder erobern gerade die Räume. Für unsere Sternenkinder ist es aber noch etwas ungewohnt, dass sie zwei Räume mehr zum Spielen haben“, haben Marlies Fernholz und ihre Kolleginnen festgestellt. Der große Nebenraum, in dem jetzt viel Platz für Playmobil und Legobasteleien ist, war früher das Refugium der Sonnengruppe.

Mehr als 500 000 Euro hat der Kita-Zweckverband als Träger der katholischen Kindertageseinrichtung an der Birkeshöh in die Kernsanierung von Unter- und Erdgeschoss sowie in die Aufstockung des Gebäudes investiert. Durch die Einrichtung eines Ruhe- und eines Wickelraums werden in St. Martin nun auch Kinder unter drei Jahren betreut. Fünf U3-Kinder besuchen die Sternengruppe, in der insgesamt 20 Kinder betreut werden. In der Sonnengruppe, die im Obergeschoss ihr „Reich“ hat, sind es 24 Mädchen und Jungen. „Wir haben aber auch ein Augenmerk darauf, dass unsere Großen nicht zu kurz kommen“, betont Marlies Fernholz. Daher dürfen sich alle Kindergartenkinder beim Spielen in den Räumen im Ober- und Erdgeschoss ausbreiten. 300 Quadratmeter groß war die Kita bisher. Jetzt haben Kinder und Erzieherinnen doppelt so viel Platz.

In der oberen Etage soll dank der Initiative des Fördervereins in Kürze auch die neue Bibliothek mit Leseecke und der Forscherraum eingerichtet werden. Hier können die Kleinen künftig mit Lupen, Gewichten und Magneten experimentieren.

In dem Gruppenraum soll bald auch ein großes Spielhaus aufgestellt werden. Mit dem nahenden Herbst werden garantiert dann auch die Fenster wieder mit Bastelarbeiten dekoriert sein.

Am Sonntag, 21. September, soll der „neue“ Kindergarten mit einem Fest eingeweiht werden. Gleichzeitig wird auch das 50-jährige Bestehen der Kita gefeiert. Rein rechnerisch wäre das Jubiläum ins Vorjahr gefallen. Da war der Kindergarten allerdings noch eine Großbaustelle. Die Feier im September beginnt um 11 Uhr mit einem Gottesdienst. Kleine und große Besucher erwartet ein abwechslungsreiches Programm.

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