40 Kinder verbringen Ferien auf Insel Spiekeroog

Das Bild zeigt die Teilnehmer der Gruppe auf dem Fischkutter „Gorch Fock“. Auch aus Meinerzhagen und Kierspe sind Kinder bei der Freizeit.

MEINERZHAGEN ▪ Auf der Nordseeinsel Spiekeroog verbringen seit dem 26. Juli 40 Kinder aus der Region einen Teil ihrer Sommerferien. Teilnehmer aus Meinerzhagen, Kierspe, Lüdenscheid, Halver, Schalksmühle, Plettenberg, Herscheid und Werdohl sind mit von der Partie.

Die Freizeit, die gemeinsam vom Diakonischen Werk und dem Kinder- und Jugendreferat im Evangelischen Kirchenkreis Lüdenscheid-Plettenberg durchgeführt wird, steht unter der Leitung von Dipl. Religionspädagogin Britta Däumer aus Herscheid und dem Gemeindepädagogen Stefan Schick aus Kierspe.

Von fünf ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unterstützt, gelingt es, die Tage für die Mädchen und Jungen zu einem echten Erlebnis werden zu lassen. Das Mitarbeiterteam sorgt mit einem abwechslungsreichen Programm dafür, dass keine Langeweile aufkommt. Untergebracht ist die Gruppe im Haus „Sturmeck“, einem von Grund auf renovierten Haus am Westend der Insel, direkt hinter den Dünen.

Während in der ersten Woche die Badezeiten (gezeitenabhängig) etwas ungünstig lagen, laden in der zweiten Woche die sanften Nordseewellen zum Schwimmen und Baden ein. Das Wetter zeigt sich von seiner angenehmen Seite, so dass sich die Teilnehmer aus dem Sauerland am Sandstrand und im sauberen Salzwasser nach Herzenslust vergnügen und austoben können.

Der Einstieg in jeden Tag beginnt für die Teilnehmer mit einem Blubb – dem „Sahnehäubchen“ für den Tag. Hier werden aktuelle Fragestellungen und Schwierigkeiten, die während der Freizeit zum Thema werden, angesprochen: Streit unter den Freizeitteilnehmern, Freundschaft, Liebe oder auch Heimweh, was allerdings bisher kaum aufkam. Mit einer Geschichte zur Nacht, die biblische Themen aufnimmt und einem Segenslied, wird jeder Tag abgeschlossen.

Zwischen den Blubbs bleibt viel Zeit für gemeinsame Aktivitäten. In Arbeitsgruppen wird gebastelt: T-Shirts bemalt, maritime Mobiles gebastelt, Serviettentechnik ausprobiert. Es wird gefilzt und geschraubt, bemalt und geklebt, so dass die Kinder auch reichlich handgefertigte Souvenirs und Geschenke für die Daheimgebliebenen basteln können. Selbst hergestellte Jonglierbälle motivieren Einzelne die Kunst des „Hochhaltens dreier Bälle“ und anderer Gegenstände zu erlernen oder auszubauen. Diese zahlreichen Bastel- und Kreativangebote finden großen Zuspruch.

Fast täglich machen sich die jungen Sauerländer aber auch auf an den Strand und bauen Sandburgen, spielen Völkerball, Fußball, Intercrosse, Beach-Flingo oder vertreiben sich die Zeit mit mancherlei anderen Strandspielen. Viele der Teilnehmer wagten sich in die Nordseewellen, die ganz angenehm waren, oder sonnten sich am Strand, beziehungsweise tobten durch den Sand.

Genügend Abwechslung bieten aber auch unterschiedlichste Angebote, aus denen die Teilnehmer jeden Tag nach Lust und Laune wählen können. Ein Kickerturnier oder auch Fußballspiele gegen Kinder aus dem Nachbarhaus sorgten für Spannung bei den Sportlern wie auch bei den „Fans“, die die Mannschaften kräftig anfeuerten. Ein Kinoabend und ein Gottesdienst unter Mitwirkung der Teilnehmer runden das „Indoor-Programm“ dieser Freizeit ab. Das Dorf Spiekeroog lädt immer wieder zum Bummeln, Eis essen und shoppen ein.

Erster Höhepunkt war eine Kutterfahrt zu den Seehundbänken. Bei der Fahrt mit ausgeworfenem Schleppnetz holte der Berufsfischer aus Neuharlingersiel allerlei Lebewesen aus dem Grund der Nordsee. So gab es für die Kinder und Mitarbeiter neben ungewöhnlichen und selten zu sehenden Fischarten auch zahlreiche Krebse zu bewundern.

Der absolute Hingucker der Fahrt war die Sandbank vor der Nachbarinsel Langeoog, die zurzeit von weit über 200 Seehunden bevölkert ist. Selbst einige sehr seltene Kegelrobben räkelten sich dort. Mit großer Achtung vor dem Ruhebedürfnis der geschützten Tiere steuerte Kapitän Jacobs die Seehundbänke an. Die Tiere kennen das Motorengeräusch des Kutters und die Kinder wurden gebeten, sich sehr ruhig zu verhalten, so dass die Tiere aus geringer Entfernung betrachtet werden konnten. Sie ließen sich auch nicht stören, sondern schwammen um den Kutter, beziehungsweise spielten und faulenzten im Sand vor den Augen der Kinder. Da störte es auch kaum, dass statt Sonnenschein ein kleiner Schauer der Begleiter bei der Rückfahrt in den Spiekerooger Hafen war.

Jetzt wünschen sich die Teilnehmer und Mitarbeiter nur noch, dass die restlichen Tage und die Rückfahrt genauso positiv verlaufen und die begonnen Freundschaften über die Ferienzeit fortgeführt werden.

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