Ferienspiele mit Bogen und Gewehr

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Mit Feuereifer waren die Ferienspielkinder bei der Sache und ließen sich den Umgang mit dem Luftgewehr erklären.

Meinerzhagen - Sommerferienzeit bedeutet Ferienspielzeit – 23 Mädchen und Jungen konnten sich im Rahmen der Ferienspiele jetzt einen ganzen Nachmittag lang im Bogenschießen und am Sommerbiathlon beim SC Rotenstein versuchen.

Die Kinder im Alter von zehn bis 15 Jahren wurden in drei Gruppen eingeteilt, in denen sie die einzelnen Stationen gut betreut durchlaufen konnten. Unter der Leitung vom Vereinsvorsitzenden Frank Schwarz übten die Kinder und Jugendlichen den Umgang mit dem Laser- und Luftgewehr. Auch wenn das Lasergewehr weitestgehend ungefährlich ist, muss man beim Luftgewehr umso mehr aufpassen und sich an die Sicherheitsregeln halten. Der Wettkampfsport mit dem Luftgewehr ist generell ab einem Alter von 12 Jahren erlaubt, doch bei den Ferienspielen in Wiebelsaat durften auch die jüngeren Kinder das Luftgewehr ausprobieren.

Besonders schwierig ist beim Biathlon die Kombination aus Laufen und Schießen. Ist der Schütze vom Laufen noch aus der Puste, so muss er sich schon auf das Schießen konzentrieren, um alle fünf Zielscheiben zu treffen.

Der SC Rotenstein hat es in dieser Disziplin schon weit gebracht und kann auf 36 Deutschen Meisterschaftstitel stolz sein.

„Das Bogenschießen ist die anspruchsvollste Schießart“, erklärt Ulrich Stehli, der sein Wissen und Können gerne an die Kinder weitergibt. Das Bogenschießen gehört zu den nicht so gängigen Sportarten und wurde vielleicht deshalb von den Kindern gut angenommen. „Häufig werden Mädchen in diesem Sport unterschätzt, dabei sind die Motorik und das Köpfchen mindestens genauso gut ausgeprägt wie bei Jungen“, erklärt Ulrich Stehli. Da der Bogen in Deutschland ausschließlich zu Sport- und Wettkampfzwecken genutzt wird, zählt er nicht zu den Schusswaffen, sondern zu den Sportgeräten. Auch beim SC Rotenstein gilt übrigens als oberste Regel: Weder auf Mensch noch auf Tier darf geschossen werden.

„Beim traditionellen Bogenschießen, so wie es in der Wiebelsaat üblich ist, kommt es auf den Instinkt an“, erklärt Stehli, „denn ohne Visier und Stabilisator wird Intuitiv geschossen – so wie es schon die Indianer machten“. Zu Fuß oder auf dem Pferd sitzend, jagten sie ihre Beute aus naher Distanz. Bereits in der mittleren Steinzeit waren die Menschen mit Pfeil und Bogen unterwegs.

Ulrich Stehlis Leidenschaft für diese Sportart überträgt sich spürbar auf die Kinder. Geduldig zeigt er einem Mädchen die korrekte Beinhaltung und erklärt den Aufbau des Pfeils mit der Nocke und dem Leitwerk. „Das Besondere am Bogenschießen ist, dass die langsame menschliche Energie umgewandelt wird in schnelle mechanische Energie“, erklärt der gebürtige Schweizer begeistert.

Wie in vielen anderen Sportvereinen gibt es beim Bogenschießen und Sommerbiathlon Nachwuchssorgen. „Viele der älteren Sommerbiathleten studieren jetzt oder haben durch ihren Beruf bedingt weniger Zeit“, bedauert Frank Schwarz die Entwicklung.

Wer also Lust hat, mal bei einem kostenlosen Schnuppertraining vorbei zu schauen, der ist sehr willkommen in Wiebelsaat: Montags von 18 bis 19 Uhr und mittwochs von 17 bis 18 Uhr findet das Sommerbiathlontraining statt. Bereits ab einem Alter von acht Jahren dürfen Kinder bei Lasergewehrwettkämpfen mitstarten.

Bei wem das Interesse für das Bogenschießen nun geweckt wurde, der kann dienstags ab 17 Uhr zum Training in der Wiebelsaat vorbeischauen.

Von Mareike Falz

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