Kinder begeistert mit Musical über Jona

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Das Musical begeisterte auch durch Kostüme und Kulissen: Mit ihrem Boot geraten die Matrosen in einen Sturm und geben Jona die Schuld dafür. ▪

VALBERT ▪ Das Alte Testament ist verstaubt? – Wohl kaum, denn wenn Jona im gleichnamigen Kindermusical im Auftrag des Herrn unterwegs ist, dann wird biblische Geschichte spannend, witzig und in moderner Sprache erzählt.

Genauso zeigten es die 50 Kinder und Jugendlichen der Valberter Gemeinde während ihrer Aufführung in der voll besetzten Kirche. Die Geschichte über den Propheten mit der „coolen“ Direktverbindung zu Gott begeisterte kleine und große Besucher der Aufführung.

Die evangelische Kirche wurde am Samstagabend zum Theatersaal, Taufbecken und Kanzel waren stattlichen Lichtmasten und einer großen Holzbühne gewichen – der Schauplatz für die Geschichte aus dem Alten Testament, die von der Gnade Gottes berichtet: Der Prophet Jona weigert sich, den Auftrag Gottes auszuführen und dem Volk in Ninive den Untergang der Stadt zu verkünden, weil Gott das Leben und Handeln der Menschen dort nicht gefällt. Er flüchtet auf ein Boot, welches in einen Sturm gerät. Die Besatzung gibt Jona die Schuld und wirft ihn über Bord. Er wird von einem Wal geschluckt, bereut sein Weglaufen und nach drei Tagen spuckt ihn der Fisch an Land. Nun führt Jona seinen Auftrag aus; das Volk in Ninive bittet um Vergebung. Gott erhört ihre Gebete und gibt ihnen eine zweite Chance...

Die Geschichte, die aus der Feder von Ruthild Wilson und Helmut Jost stammt, wurde von Sprecher Volker Lüdeke und dem großen Chor „erzählt“ und von insgesamt 21 Schauspielern dargestellt. Für den großen Auftritt hatten sie während der letzten Tage intensiv geübt und geprobt. „Wir sind natürlich alle auch etwas aufgeregt“, verriet Organisatorin Bärbel Winterhoff bei der Begrüßung; davon war dann aber während der nächsten eineinhalb Stunden nichts zu spüren.

Die Kinder und Jugendlichen schlüpften beim Spiel in 39 verschiedene Rollen, waren zum Beispiel Fischverkäufer, Königin, Mundschenk, Schildkröte, Pirat oder auch mal eine Rizinus-Staude. Dass alle Freude am Spiel hatten, war den Mädchen und Jungen anzusehen; dafür waren viele Szenen schließlich auch witzig, zum Beispiel als Jona von den Matrosen über Bord bugsiert wird – und auf einer weichen Turnmatte landet, die unter den „Wellen“ versteckt ist oder als muntere kleine Würmer den Rizinusstauden zu Leibe rücken, die Jona doch nötigen Schatten spenden.

Aufwendig und fantasievoll wirkte stets die Kulisse, so zum Beispiel der Thron der Königin, der Wal, der Jona wahrhaftig verschluckt oder das schaukelnde Boot, mit dem er und die Matrosen unterwegs sind.

Während dieser Szene hatten auch einige Kinder des evangelischen Kindergartens einen kleinen Auftritt und zeigten einen Matrosentanz.

Tänzerische Momente beinhaltete das Musical ebenfalls, beeindruckend waren aber vor allem auch die Einsätze der zehn Gesangssolisten.

Ob Schauspieler, Sänger oder Tänzer – alle trugen dazu bei, dass das Musical in der Valberter Kirche ein voller Erfolg wurde. Und als das Schlusslied „Eine zweite Chance“ vom neuen Leben erzählte und bunte Leuchtstäbe die dunkle Kirche erhellten, erhob sich das Publikum begeistert von seinen Plätzen. Der Beifall galt natürlich auch den vielen Helfern vor und hinter den Kulissen; die Gesamtleitung hatten Mark Kristen (Musik) und Bärbel Winterhoff (Organisation).

Die jungen Darsteller ernteten viel Applaus und sammelten am Ende außerdem Spenden für die „Aktion!Kidz“, einer Hilfskampagne für notleidende Kinder in Haiti. ▪ sim

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