"Studjo" Kierspe sorgt für Speis' und Trank 

Neues Mensa-System im Evangelischen Gymnasium

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Schulleiter Sven Dombrowski (links) und Patric Schleifenbaum vom Johanneswerk (4. von links) freuen sich mit dem Mensa-Team des „Studjos“ um Gruppenleiterin Sandra Fischer (2. von rechts) über die Kooperation.

Meinerzhagen - Wenn es um 12.10 Uhr klingelt, können sich die Gymnasiasten freuen. Dann gibt es Mittagessen. In der Mensa auf dem Bamberg steht um diese Zeit alles bereit, die hungrigen Schüler können kommen. Für Speis’ und Trank sorgen seit Montag drei Mitarbeiterinnen und ein Mitarbeiter des Johanneswerks aus Kierspe.

Menschen mit Handicaps arbeiten im Kiersper „Studjo“, das früher Märkische Werkstätten hieß. Sie werden dort auch betreut und möglichst in das Arbeitsleben integriert. Letzteres passiert künftig im Evangelischen Gymnasium, das seine Mittagsverpflegung neu organisiert hat, nachdem der alte Lieferant Haus Nordhelle nicht mehr zur Verfügung steht. 

In Zukunft wird die Mittagsverpflegung so sichergestellt: Das Team des „Studjos“ um Gruppenleiterin Sandra Fischer sorgt vormittags dafür, dass das Salat- und Nudelbüfett angerichtet wird. Täglich frisch, versteht sich. „Salat putzen, das erledigt das Team vor Ort. Und wir sorgen auch für die unterschiedlichen Nudel-Soßen, die jeden Tag aus unserem Bistro ,Schneckenhaus’ in Lüdenscheid kommen“, erläuterte Patric Schleifenbaum vom Evangelischen Johanneswerk, dem Träger des „Studjos“. 

Mensa-Gäste konnten sich davon überzeugen, dass es schmeckt

Beim täglichen Hauptgericht setzen die Kiersper dann auf den Caterer „deli carte“ aus Kempen am Niederrhein. Aus der Großküche werden die Speisen geliefert und im Gymnasium dann mittels Konvektomaten erhitzt. Für dieses Verfahren habe man sich entschieden, um die Gerichte möglichst schonend zu erwärmen, damit die wertvollen Inhaltsstoffe nicht verloren gehen. „Wir verzichten so auch darauf, die Speisen stundenlang warm zu halten“, erläutert Patric Schleifenbaum. 

Dass es schmeckt, davon konnten sich alle Mensa-Gäste, darunter auch einige Lehrer, am Montag überzeugen. Neben den obligatorischen Beilagen Nudeln und Salat wurde Hähnchenbrust mit Blattspinat und Reis gereicht – alles zum Selbstbedienen. „Das ist deshalb wichtig, weil sich die Schüler dann nur so viel nehmen, wie sie wollen. Dadurch müssen wir weniger Übriggebliebenes wegwerfen“, erklärt Schleifenbaum. 

"Wie ein Sechser im Lotto"

Schulleiter Sven Dombrowski ist überzeugt von dem neuen Mensa-Service. „Für uns ist das wie ein Sechser im Lotto. Wir sind ein evangelisches Gymnasium, das Johanneswerk ist ein evangelischer Träger. Und in unserer Mensa werden Menschen mit Handicap eingesetzt. Dieser Kontakt ist gut für unsere Schüler und gut für die Mitarbeiter des Studjos. Die Partnerschaft passt auch ausgezeichnet zum diakonischen Profil unserer Schule.“

Ein Essen kostet in der dreiwöchigen Eingewöhnungsphase 3,50 Euro, Wertmarken können in der Mensa gekauft werden. Danach steigt der Preis auf 3,90 Euro. Zum Bezahlen muss ein Chip-System genutzt werden. Anmeldungen für ein Abonnement sind möglich unter https://shop.deli-carte.de/eva5151/

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