Ausfall in Meinerzhagen

Ferien in der Corona-Krise: Keine Angebote – oder abgespeckt

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So wie in den vergangenen Jahren werden die Ferienspiele in Kierspe nicht stattfinden. Das Foto entstand beim Ferienspielangebot des Kiersper Rallye-Clubs im Juli 2019. In Meinerzhagen fallen die Angebote in diesem Jahr komplett aus, in Kierspe soll es eine abgespeckte Version geben..

Meinerzhagen/Kierspe - Kein Backkurs, kein Reiten auf dem Ponyhof, keine Übernachtung in der Jurte: Aufgrund der Corona-Pandemie hat die Stadt Meinerzhagen die Ferienspiele 2020 abgesagt. Die Stadt Kierspe will Angebote vor Ort - ohne Fahrten - unterbreiten.

„Wir konnten aus Rücksicht und Verantwortungsbewusstsein für Übungsleiter, Anbieter und Kinder einfach nicht anders entscheiden“, sagte Fachbereichsleiter Heinz-Gerd Maikranz jetzt auf Anfrage der Meinerzhagener Zeitung. Nicht zuletzt die Abstandsregel von 1,50 Metern sei bei den Angeboten, die regelmäßig in den Sommerferien auf große Resonanz stoßen, kaum einzuhalten.

„Und wir können als Ordnungsamt nicht in der Stadt herumlaufen und auf genau diesen Abstand pochen und anderseits das Risiko eingehen, dass bei solchen Angeboten dieser Abstand nicht eingehalten wird – und bei Kindern mitunter auch gar nicht eingehalten werden kann“, erklärte Maikranz. Ein generelles Aus der Ferienspiele bedeute das aber nicht, betont der Fachbereichsleiter. „Wir peilen für 2021 einen Neustart an“, verspricht er eine Neuauflage im kommenden Jahr.

Die Vereine, die bereits im vergangenen Jahr über Probleme hinsichtlich der Betreuung klagten und ihre Angebote teilweise reduzieren oder ganz einstellen mussten, hätten Verständnis für die Absage der Ferienspiele gezeigt, so Maikranz. „Da ist bei einigen eine gewisse Vorsicht spürbar, weil natürlich auch die Vereine vor großen Problemen gestanden hätten, die Vorgaben umzusetzen.“

Keine Fahrten, nur Aktionen vor Ort

In Kierspe wird man ebenfalls die Ferienspiele in diesem Jahr nicht in gewohnter Form anbieten können. „Wir versuchen aber, Angebote zu machen“, erklärt Oliver Knuf, Leiter des Sachbereichs Ordnung und Umwelt. „Der Wille ist da!“ Es werde aber keine Anmeldelisten für die Schulen geben, führt Knuf weiter aus, vielmehr werde man eine kurzfristige Anmeldephase haben, auf die hingewiesen wird und die dann auch über die städtische Homepage läuft. Dabei müsse und werde man die weiteren Verordnungen in Sachen Corona-Pandemie berücksichtigen.

Klar sei, dass der Bereich „Busfahrten“ ausfallen wird. Einerseits seien Ziele wie die Karl-May-Festspiele oder die Freilichtbühne Freudenberg geschlossen. Auf der anderen Seite könne man von den Kindern kaum erwarten, dass sie im Bus Masken tragen und den Mindestabstand einhalten. Stattdessen, so der Ordnungsamtsleiter weiter, versuche man, die Aktionen, die von den Jugendzentren getragen würden, aufzustocken.

Der Volme-Freizeitpark, die Jugz-Box und auch das Strandbad in Rönsahl würden vermehrt in den Mittelpunkt rücken. Man wolle versuchen, dort mehrfach Veranstaltungen anzubieten. Oliver Knuf macht ebenso deutlich, dass eine Unterstützung von Vereinen gewünscht ist. Entsprechende Ferienspiel-Angebote würden geprüft und letztlich auch durch die Verwaltung gesteuert.

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