Auf den Sturm folgt in Meinerzhagen Schnee

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Auf der Oststraße hatten gestern Vormittag besonders Lastwagen Probleme.

Meinerzhagen - Die gute Nachricht vorweg: In Meinerzhagen wurde durch den Orkan „Friederike“ niemand verletzt.

Doch der Sturm bildete am Donnerstagvormittag den Auftakt zu einer Phase, in der es große Probleme im Straßenverkehr gab.

Denn nach dem Orkan folgte am frühen Freitagvormittag heftiger Schneefall. Und wie so oft bei solch extremen Wetterlagen, ging phasenweise nichts mehr. Auf der Oststraße beispielsweise fuhren sich Lastwagen fest und blockierten zumindest eine Fahrspur.

Im Stadtgebiet kam es laut Polizei zu mehreren Unfällen, die auf die glatten Straßenverhältnisse zurückzuführen waren. „Das verteilte sich über das ganze Stadtgebiet, einschließlich Kierspe. Mehrere Auffahrunfälle wurden aufgenommen, bei denen niemand verletzt wurde. In allen Fällen blieb es bei zumeist geringeren Sachschäden“, teilte die Polizei mit.

In Gefahr begaben sich alle Menschen, die sich am Donnerstag aus dem Haus wagten. Zwar entfaltete „Friederike“ im Großraum Meinerzhagen nicht die zerstörerische Kraft wie beispielsweise im nördlichen Märkischen Kreis und im Ruhrgebiet, die Feuerwehr musste dennoch eingreifen. 

"Wir sind noch einmal mit einem blauen Auge davongekommen. Insgesamt hatten wir während des Sturms 21 Einsätze“, berichtete der stellvertretende Meinerzhagener Wehrleiter Christian Bösinghaus. In allen Fällen waren umgestürzte Bäume die Ursache für das Eingreifen der Feuerwehr. Das wichtigste Fazit von Bösinghaus: „Niemand kam dabei zu Schaden, weder Einsatzkräfte noch Anwohner oder Verkehrsteilnehmer.“ 

Allerdings hatten die Feuerwehrleute durchaus knifflige Aufgaben zu erledigen. So wie an den Zufahrten nach Kropplenberg oder Schürfelde. „Dort hatten sich die Bäume teilweise ineinander verkeilt“, berichtet Bösinghaus. Er erläuterte, dass mit Einbruch der Dunkelheit die Arbeiten zumeist eingestellt wurden, um kein unnötiges Risiko einzugehen. „Den Rest haben wir dann am Freitag erledigt.“ Der größten Herausforderung stellten sich die Männer des Löschzuges Haustadt und die Besatzung der Meinerzhagener Drehleiter am Donnerstag. Gegen 15 Uhr meldeten Anwohner in Hunswinkel am Eseloher Weg eine mächtige Eiche, die durch den Sturm entwurzelt worden war und die nun nur noch durch einen benachbarten Baum halbwegs aufrecht gehalten wurde. Diese Gefahrenstelle ließ sich nur durch einen aus Gummersbach hinzugerufenen 120-Tonnen-Kran beheben – was schließlich auch gelang.

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