Impfpässe

Bislang keine Fälschungen

Ein Aufkleber mit der Aufschrift „Cov19VacAstraZ“ klebt nach einer Impfung mit dem Impfstoff von AstraZeneca in einem Impfausweis im Impfzentrum in der Koelnmesse.
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In Meinerzhagen tauchte bislang noch kein gefälschter Impfpass auf. Alle bislang vorgelegten Dokumente waren echt (so wie dieses Exemplar)

Ob Personalausweis, Reisepass oder Führerschein – Dokumente, die im Alltag unverzichtbar sind, rufen seit jeher leider auch schon kriminelle Geister auf den Plan. Nicht nur zur eigenen Verwendung werden Fälschungen angefertigt, in vielen Fällen sind sie auch ein lukratives „Geschäft“.

Meinerzhagen - Im Zuge der Corona-Pandemie hat bei den Fälschern seit geraumer Zeit ein weiteres im Alltag überaus wichtiges Dokument „Hochkonjunktur“: der gelbe Impfpass. In Zeiten der 3G- und 2G-Regeln sind beispielsweise Besuche von Veranstaltungen oder Gastronomie für viele Menschen nur mit Impfnachweis möglich – es sei denn, sie sind genesen (2G, 3G) oder aktuell getestet (3G).

Hinzu kommt: Der Impfpass ist Voraussetzung, wenn man sich in einer Apotheke den digitalen Impfnachweis fürs Smartphone ausstellen lassen möchte. Und diesbezüglich kam es im Märkischen Kreis zu Beginn vergangener Woche zu drei Fällen, in denen sich Personen das digitale Zertifikat des Robert-Koch-Institutes (RKI) erschwindeln wollten.

In der Lüdenscheider Staberg-Apotheke kam dem Personal am Dienstag bei einem Impfpass, den ein Mann vorlegte, Zweifel an der Echtheit des Arztstempels auf. Die Polizei wurde gerufen, die den Mann noch im Ladenlokal stellte. Gegen ihn wird nun wegen des Tatbestands der Fälschung von Gesundheitszeugnissen ermittelt.

In der Adler-Apotheke, ebenfalls in Lüdenscheid, legte am Dienstag ein unbekannter Täter seinen Impfpass vor, um eine App für sein Smartphone zu füttern. Den Code wollte er später abholen. Den Mitarbeitern fiel auf, dass weder Stempel noch Unterschrift dokumentiert waren. Der Impfausweis wurde polizeilich sichergestellt.

Und in einer Apotheke in Iserlohn hatte am Montag eine Frau versucht, sich den Code mit einem Impfpass, in dem sich eine gefälschte Chargennummer befindet, zu erschwindeln.

Drei Fälle also im Kreisgebiet – doch wie sieht es in Meinerzhagen und Valbert aus?

Aus den vier heimischen Apotheken wird auf Nachfragen unserer Zeitung Erfreuliches vermeldet. „Bei uns sind solche Fälle noch nicht aufgetreten“, berichtet Albert Rasche, Inhaber der Apotheke Am Alten Teich. „Aus meiner Sicht ist das natürlich absolut ein Unding und verwerflich, ein Impfdokument zu fälschen“, findet er für solche (Un-)Taten klare Worte, die wohl vielen Menschen aus der Seele sprechen.

Dass noch keine Fälle aufgetreten seien, dies konnten gegenüber der MZ auch die pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte Manuela Lellwitz aus der Apotheke im Multimedicum und Mitarbeiter Martin Kutzner aus der Hirsch-Apotheke mitteilen.

Und auch aus Valbert gibt es Beruhigendes zu vermelden. „Bei uns wurden noch keine Fälschungen festgestellt“, berichtet Markus Blumenthal, Inhaber der Ihne-Apotheke.

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