Einzug der Flüchtlinge erneut verschoben

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Drei Bundeswehrsoldaten aus Köln-Wahn sortierten im Keller der Jugendherberge Kleidungsspenden.

Meinerzhagen - Sie waren für Dienstag angekündigt, doch wieder wurde ihr Einzug verschoben: Auch an diesem Tag trafen noch keine Flüchtlinge in der Jugendherberge an der Bergstraße ein. „Es waren einfach nicht genügend da, die für Meinerzhagen vorgesehen waren“, informierte Gabriele Buss.

Die Meinerzhagenerin ist für die vier Monate, in denen das Land Nordrhein-Westfalen die heimische Herberge als Erstaufnahmeeinrichtung nutzt, für den sozialen Dienstleister European Homecare als Einrichtungsleitung und Koordinatorin tätig. Für sie und ihr Team ist nun weiter Warten angesagt, bis die Bezirksregierung die ersten Flüchtlinge Richtung Meinerzhagen schickt.

Wann das sein wird, weiß niemand. Fakt ist jedoch, dass täglich mit einer Belegung zu rechnen ist. Die Zahl der Flüchtlinge wurde für die heimische Jugendherberge inzwischen auch leicht nach unten korrigiert. Jetzt sollen 138 hilfesuchende Menschen kommen. „Sechs Betten in zwei Zimmern halten wir als Krankenstation frei“, erläuterte Buss. Wichtig ist für die neue Leiterin auf Zeit auch ein Hinweis an die Bevölkerung: „Zurzeit können wir in der Jugendherberge keine Spenden annehmen.“

Das liegt auch daran, dass bereits säckeweise Kleidung für die Flüchtlinge angeliefert worden ist. Die stammt aus dem Sozialen Bürgerzentrum „Mittendrin“ und sie wird zurzeit von drei Bundeswehrsoldaten im Keller der heimischen Jugendherberge sortiert. Dazu sind die beiden Hauptfeldwebel Marco Reichard und Marcus Kraus und Oberstabsfeldwebel Frank Brandt vom Luftwaffentruppenkommando Köln-Wahn nach Meinerzhagen abkommandiert. „Wir haben uns freiwillig für diesen Einsatz gemeldet“, erläuterte Reichard, der – zusammen mit seinen Kameraden – am Montag von dem Einsatz in der Volmestadt erfuhr.

Für eine Woche fahren die drei Soldaten nun nach Meinerzhagen, wo sie mit Unterstützungsarbeiten beauftragt sind. Am Dienstag stand Wäschesortieren auf dem Programm, in Absprache mit der Heimleitung stehen sie aber auch für andere Tätigkeiten zur Verfügung. Eine etwas andere Erfahrung für die Männer, von denen zwei bereits einen Auslandseinsatz hinter sich haben.

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