Keine Beleuchtung mehr zur Weihnachtszeit?

Die bisher genutzte Weihnachtsbeleuchtung ist inzwischen in die Jahre gekommen. Der Stadtmarketingverein hofft auf eine gute zukünftige Lösung. J Archivfoto

MEINERZHAGEN ▪ In einigen Geschäften kann man sie schon seit einigen Tagen sehen: Die ersten Weihnachtsvorboten. Verführerisch locken Dominosteine und Co. und erinnern uns daran, dass in gut zwei Monaten Weihnachten ist.

Während der ein oder andere Bürger der Volmestadt sicherlich schon nach seinem Christbaumschmuck und den Lichterketten für die Außenbeleuchtung gesucht hat, drückt den Stadtmarketingverein in dieser Hinsicht derzeit ein größeres Problem: Die von der AG-Einkaufsstadt „geerbten Lichterketten“ sind zum Teil defekt und müssten repariert werden. Zusätzlich würde das Auf- und Abhängen der Beleuchtung mit rund 10 000 Euro zu Buche schlagen.

„Das Thema Weihnachtsbeleuchtung ist von mir auf den letzten Zusammenkünften des Einzelhandels angesprochen worden. Allerdings, selbst wenn man eine einfache Lösung wählt, wird man nicht unter 25 000 Euro bleiben“, so Bernd-Martin Leonidas, Geschäftsführer des Marketingvereins. Eine Summe, die vom Verein nicht aufgebracht werden kann. Die Konsequenz daraus: Die Weihnachtsbeleuchtung in der Art der vergangenen Jahre wird es dieses Jahr nicht geben.

Gleichzeitig mit dieser Erkenntnis unterbreitete der Stadtmarketingverein seinen Mitgliedern und den anderen Gewerbetreibenden einen Vorschlag für eine „Ersatzlösung“: Hierbei sollten nach den Vorstellungen Leonidas von den Einzelhändlern und Dienstleistern im Bereich der Derschlager- und Hauptstraße Laternen angeschafft und diese vor den Läden aufgestellt werden. „Es kam leider keine Resonanz auf diesen Vorschlag“, so die ernüchterte Feststellung von Bernd-Martin Leonidas.

Bringen Herrnhuter Sterne die Lösung?

Zwischenzeitlich gibt es aber einen Hoffnungsschimmer, der für die Adventszeit anstatt trister Dunkelheit, doch noch eine stimmungsvolle Beleuchtung verspricht Annette Meyer (Betreiberin eines Elektrofachgeschäfts in der Kirchstraße) und Ulrich Bierhoff, als Meinerzhagener Bürger Mitglied im Stadtmarketingverein und ehrenamtlich in der Evangelischen Kirchengemeinde engagiert, haben für dieses Jahr erstmalig eine „Lösung“ – zumindest für die Weihnachtsbeleuchtung in der Kirchstraße – gefunden.

Herrnhuter Sterne sollen in der Vorweihnachtszeit für Stimmung sorgen. Als Herrnhuter Stern wird ein dreidimensionaler, von innen beleuchteter Advents- oder Weihnachtsstern bezeichnet, der als Symbol des Sterns von Betlehem gilt. Benannt ist er nach der Herrnhuter Brüdergemeinde, die ihren Stammsitz in Herrnhut in der Oberlausitz hat. In Städten wie beispielsweise Freiburg oder Duderstadt, wird er seit Jahren als Weihnachtsbeleuchtung eingesetzt.

„Wir haben die Händler in der Kirchstraße angesprochen und die meisten wollen sich an der Aktion beteiligen“, so Ulrich Bierhoff auf Nachfrage der Meinerzhagener Zeitung.

Sterne sind preislich recht erschwinglich

Der Stern ist in roter oder weißer Farbe und zu einem erschwinglichen Preis erhältlich. Annette Meyer freut sich über den Zusammenhalt in der Kirchstraße und ist sich sicher: „Wir werden eine schöne Atmosphäre auf dem Weg zur Jesus-Christus-Kirche schaffen“.

Auch Bernd-Martin Leonidas bewertet diese Eigeninitiative sehr positiv. Mehr noch sieht er darin eine Möglichkeit, die Herrnhuter Sterne insgesamt anstelle der bisherigen Beleuchtung einzusetzen. „Wir haben diesen Vorschlag in der vergangenen Woche an unsere Mitglieder und die anderen Händler und Dienstleister weitergeben und hoffen auf eine positive Resonanz“.

Hoffnung auf positive Resonanz der Mitglieder

Diese dürfte im Bereich der Vereinsmitglieder eigentlich nicht ausbleiben, da der Marketingverein für sie die Anschaffungskosten von zwei Sternen übernehmen will.

Für die Bürger stellt sich jetzt die spannende Frage, ob den Betroffenen im wahrsten Sinne des Wortes ein Licht aufgehen oder ob das Einkaufsmotto für die Volmestadt in diesem Jahr „Oh du Fröhliche, aber ohne Beleuchtung“, sein wird.

Von Jochen Helmecke

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