Trotz Infektionen in Plettenberg

Vertrauen in den Impfstoff

Im Wilhelm-Langemann-Haus sind fast alle Bewohner bereits zum zweiten Mal geimpft. Seither hat es keine Infektionen mehr gegeben.
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Im Wilhelm-Langemann-Haus sind fast alle Bewohner bereits zum zweiten Mal geimpft. Seither hat es keine Infektionen mehr gegeben.

Zwei Todesfälle mit Covid-19 bei Geimpften und positive Testergebnisse bei weiteren Personen – im Plettenberger Seniorenzentrum St. Josef herrscht Unsicherheit und Aufregung. Ist das Virus zurück? Haben die Impfungen nicht den gewünschten Schutz-Effekt?

Meinerzhagen – Ingrid Papst ist Leiterin des Wilhelm-Langemann-Hauses in Meinerzhagen. In ihrer Einrichtung wurden die Bewohner bereits zweimal geimpft, haben inzwischen den vollen Schutz. „Wir haben zwölf neue Bewohner bei uns, sie wurden ebenfalls geimpft“, berichtet Ingrid Papst. Sie glaubt: „Das Infektionsrisiko ist dadurch schon sehr gering.“ Die Einrichtungsleiterin setzt weiter große Hoffnungen in den Impfschutz bei Bewohnern und Mitarbeitern, auch wenn es natürlich keine 100-prozentige Sicherheit geben könne.

Hygienevorschriften gelten weiter

Deshalb wurden die Schutzmaßnahmen im Langemann-Haus auch nach den Impfungen nicht heruntergefahren: „Wir tragen alle FFP-2-Masken, halten weiter Abstand, treffen uns nur in Kleingruppen und beachten auch weiterhin alle Hygienevorschriften. Das tun auch die Angehörigen. Wir testen, testen und testen“, berichtet die Leiterin des Hauses in Trägerschaft der Perthes-Stiftung und ergänzt: „Bei uns im Haus arbeitet auch niemand, der nicht getestet ist.“ Der Erfolg gibt diesem Konzept recht: Covid-19-Infektionen hat es seit Verabreichung des Impfstoffes im Wilhelm-Langemann-Haus an der Mühlenbergstraße nicht mehr gegeben.

Verständnis bei den Angehörigen

Meldungen wie die aus Plettenberg beunruhigen dort aber schon. Ingrid Papst: „So etwas will man natürlich auf jeden Fall vermeiden. Und es ist ja bekannt, dass eine Impfung eine Infektion nicht komplett ausschließt. Aber wir alle hoffen, dass schwere Erkrankungen dadurch so gut wie ausgeschlossen sind.“ In diesem Zusammenhang freut sie sich über das Verständnis für die Situation, das die Angehörigen der Bewohner aufbringen: „Wenn Besuch ins Haus kommt, halten sich alle an die Vorschriften. Und die Kommunikation ist gut.“

APD: Zweitimpfung erfolgt

23 Bewohner leben in den Demenz-Wohngemeinschaften der APD an der Genkeler Straße. Die gute Nachricht auch dort: Niemand ist infiziert. Weder beim Pflegepersonal, noch bei den Mietern gibt es Virusträger. Inzwischen sind auch in dieser Einrichtung alle Bewohner zum zweiten Mal geimpft, das geschah am 1. April. Jetzt besteht auch bei diesen Senioren voller Impfschutz.

Es sei wieder ein weiteres Stückchen Alltag zurückgekehrt, die Angehörigen der Wohngemeinschaft dürfen sich beispielsweise wieder besuchen. Angst haben die Infektionen in Plettenberg auch bei APD nicht ausgelöst, allerdings befolge man weiter die strengen Sicherheitsvorgaben, um Ansteckungen zu vermeiden. Besonders bei Besuchern würden strenge Kontrollen durchgeführt.

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