Kein Asphalt mehr aus Hunswinkel

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Mit Schneidbrennern werden die großen Teile zerschnitten und dann demontiert. ▪

HUNSWINKEL ▪ Derzeit wird in Hunswinkel-Berge die Asphaltmischanlage auf dem Steinbruchgelände der Basalt AG abgebaut.

Die Mitarbeiter einer Spezialfirma rücken seit Anfang der vergangenen Woche der Stahl- und Eisenkonstruktion unter anderem mit Schneidbrennern zu Leibe und zertrennt sie in transportable Teile. Unterstützung bei ihrer schweren Arbeit, unter derzeit frostigen Bedingungen, erhalten sie dabei durch einen schweren Mobilkran.

Peter Winters, technischer Leiter bei der Basalt AG und vom Sitz des Unternehmens in Linz auch für den Steinbruch in Berge zuständig, nannte auf Nachfrage der MZ kurz und knapp die Gründe für den Abbau der Mischanlage: „Sowohl technische als auch wirtschaftliche Überlegungen haben uns zur Demontage bewogen“.

Damit gibt es für die Straßenbauer der Region zumindestens in Berge keine Gelegenheit, den – im wahrsten Sinne des Wortes – heiß begeehrten Asphalt zu bekommen. Dabei sind gerade möglichst kurze Transportzeiten besonders wichtig, um an der Baustelle die klebrige, schwarze Masse noch mit möglichst hoher Temperatur aufbringen zu können.

Auch wenn Peter Winters im Gespräch weiter mitteilte, dass das abgebaute Mischwerk nicht durch eines Neues ersetzt wird, ist das für die heimischen Straßenbauer und auch den städtischen Baubetriebshof kein Grund zur Sorge.

„Für uns ist die Schließung des Mischwerkes in Hunswinkel-Berge nicht dramatisch, da wir schon in der Vergangenheit auch von anderen Betrieben unser Material bezogen haben. Um die Transportzeiten möglichst kurz zu halten, ist dabei besonders die Entfernung zwischen der jeweiligen Baustelle und dem Mischwerk wichtig für uns“, erläutert Lars Kriesten, einer der beiden Geschäftsführer des noch in Kierspe ansässigen Tiefbauunternehmens (der Betriebsumzug der Firma zum Gewerbegebiet Meinerzhagen-Rottland steht für 2012 an). Dabei verweist er auf eine ausreichende Anzahl von gleichartigen Betrieben in der Umgbebung.

Ein Faktor, den auch Ulrich Füge von der Meinerzhagener Firma Sebaly & Füge genauso beurteilt: „Wir brauchen ohnehin in unserem Betrieb nicht die großen Mengen Asphalt. Für uns gab und gibt es keine Probleme, diese Mengen bei den entsprechenden Firmen in der Umgebung zu bekommen“.

Und auch Michael Adolph, technischer Leiter des Baubetriebshofes, sieht keine Probleme für die „Asphaltversorgung“ seiner Kollegen. „Wir haben unser Material in der letzten Zeit in einem anderen Betrieb geholt. Das sind meistens auch kleinere Mengen, die für die akute Schlaglochverfüllungen oder kleinere Flächen benötigt werden“. ▪ jjh

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